US Open: Na­dal nä­hert sich sei­ner Best­form

Oh­ne Satz­ver­lust steht Ra­fa­el Na­dal im Ach­tel­fi­na­le. No­vak Djo­ko­vi´c pro­fi­tiert von Auf­ga­ben und kri­ti­siert den Ten­nis­ka­len­der.

Die Presse am Sonntag - - Sport -

New York. Mit ei­ner be­ein­dru­cken­den Leis­tung hat Ra­fa­el Na­dal ge­gen And­rej Kus­ne­zow das Ach­tel­fi­na­le der US Open er­reicht. Der als Num­mer vier ge­setz­te Spa­nier ließ dem Rus­sen beim 6:1, 6:4, 6:2 nicht den Hauch ei­ner Chan­ce und qua­li­fi­zier­te sich oh­ne Satz­ver­lust für die vier­te Run­de. Dort trifft Na­dal heu­te auf den Fran­zo­sen Lu­cas Pouil­le, Fünf-Satz-Sie­ger über Ro­ber­to Bau­tis­ta Agut aus Spa­ni­en.

Nach zwei­ein­halb Mo­na­ten Pau­se we­gen ei­ner Hand­ge­lenks­ver­let­zung nä­hert sich Na­dal wie­der sei­ner Best­form. Im letz­ten Ga­me be­geis­ter­te er das Pu­bli­kum mit ei­nem sen­sa­tio­nel­len Tweener-Lob, ei­nem mit dem Rü­cken zu Kus­ne­zow durch die Bei­ne ge­spiel­ten Lob. Da­zwi­schen ver­lor er so­gar kurz das Ra­cket. Die Fans im Ar­thur As­he Sta­di­um tob­ten, noch ehe der Ball­wech­sel vor­bei war. „Das war sehr ho­hes Ni­veau“, freu­te sich Na­dal. „Ich bin ein­fach glück­lich, dass ich wie­der auf der Tour spie­len kann und ich spie­le je­den Tag mit we­ni­ger Schmer­zen im Hand­ge­lenk. Das ist das Wich­tigs­te“, er­klär­te der 14-fa­che Ma­jor-Sie­ger.

Für Ti­tel­ver­tei­di­ger No­vak Djo­ko­vic´ ver­lau­fen die US Open heu­er höchst ei­gen­ar­tig: Nach ei­nem Vier­satz-Sieg zum Auf­takt über Jer­zy Ja­no­wicz konn­te sein Zweit­run­den­geg­ner Jirˇ´ı Ve­se­ly´ we­gen ei­ner Hand­ge­lenks­ver­let­zung nicht an­tre­ten. In Run­de drei pro­fi­tier­te er beim Stand von 4:2 von der Auf­ga­be von Mich­ail Ju­sch­ni we­gen ei­ner Rü­cken­ver­let­zung. Da­mit hat der Welt­rang­lis­ten­ers­te mit nur 42 ge­spiel­ten Ga­mes das Ach­tel­fi­na­le er­reicht – das ist Re­kord. „Es ist schwer, Wor­te zu fin­den. Ich glau­be, ich ha­be das in mei­ner Kar­rie­re noch nicht er­lebt“, mein­te er nach dem Kurz­auf­tritt.

Vor sei­nem Ach­tel­fi­na­le heu­te ge­gen den un­ge­setz­ten Bri­ten Kyle Ed­mund hat sich Djo­ko­vic´ auch für ei­ne Re­form des Ten­nis­ka­len­ders aus­ge­spro­chen. „Der Sport ist phy­sisch äu­ßerst an­spruchs­voll ge­wor­den. Mehr Geld, grö­ße­re Be­deu­tung, här­te­re Kon­kur­renz. Der Ka­len­der ist aber seit Jahr­zehn­ten gleich“, kri­ti­sier­te der Prä­si­dent des ATP-Spie­ler­rats. Auf­grund der gro­ßen Stra­pa­zen ge­be es auch mehr Ver­let­zun­gen.

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