Groß­de­mons­tra­tio­nen ge­gen Ce­ta und TTIP

In Wi­en gin­gen der Po­li­zei zu­fol­ge rund 3000 Men­schen auf die Stra­ße. In Deutsch­land wa­ren es hin­ge­gen Hun­dert­tau­sen­de.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

Wi­en. In Ös­ter­reich sind am Sams­tag Tau­sen­de Men­schen ge­gen die Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP und Ce­ta auf die Stra­ße ge­gan­gen. In Wi­en schätz­ten die Ver­an­stal­ter die Teil­neh­mer­zahl auf 10.000, die Po­li­zei sprach von rund 3000 De­mons­tran­ten. Im Vor­feld wa­ren bis zu 25.000 Teil­neh­mer er­war­tet wor­den. Auch in Graz, Linz, Salz­burg und Inns­bruck fan­den Kund­ge­bun­gen ge­gen TTIP und Ce­ta statt.

Ein Bünd­nis von Ge­werk­schaf­ten, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Um­welt­ver­bän­den und kirch­li­chen Initia­ti­ven hat­te zu den De­mos in Ös­ter­reich so­wie sie­ben deut­schen Städ­ten auf­ge­ru­fen. Mit Pfif­fen und laut­star­ken Pa­ro­len ver­lang­ten die Teil­neh­mer ei­nen Stopp der bei­den Frei­han­dels­ab­kom­men, auf Trans­pa­ren­ten wur­de ge­for­dert, „Mensch und Um­welt vor Pro­fit“zu stel­len. Teil­ge­nom­men ha­ben auch meh­re­re Po­li­ti­ker von SPÖ und Grü­nen.

In Wi­en be­gann der Ak­ti­ons­tag um 14 Uhr mit ei­ner Kund­ge­bung auf dem Karls­platz. Nach ei­nem Marsch über den Schwar­zen­berg­platz und den Opern­ring fand ge­gen 17 Uhr ei­ne wei­te­re Kund­ge­bung vor dem Par­la­ment statt. Das En­de der De­mo war für 18 Uhr ge­plant. Die Po­li­zei ging von ei­nem fried­li­chen Ver­lauf aus. Am Ran­de der De­mo kam es al­ler­dings bei der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wi­en zu ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen links­und rechts­ex­tre­men Personen. Es gab ei­ne An­zei­ge we­gen Kör­per­ver­let­zung, aber kei­ne Fest­nah­men. „KlŻ­res Si­g­nŻl“. Rund 320.000 Men­schen pro­tes­tier­ten nach An­ga­ben der Or­ga­ni­sa­to­ren auch in Berlin und sechs wei­te­ren gro­ßen deut­schen Städ­ten ge­gen Ce­ta und TTIP. Dies sei ein „kla­res Si­gnal“an die Po­li­tik, teil­te das Bünd­nis Stop TTIP mit. Die Ver­hand­lun­gen zwi­schen der EU und den USA über das ge­plan­te TTIP-Ab­kom­men müss­ten be­en­det, das Ce­ta-Ab­kom­men zwi­schen EU und Ka­na­da dür­fe nicht ra­ti­fi­ziert wer­den, so die Ver­an­stal­ter.

„Bei­de Ab­kom­men schaf­fen ei­ne kon­zern­freund­li­che Par­al­lel­jus­tiz, bei­de sind ei­ne Ge­fahr für die De­mo­kra­tie, für So­zi­al- und Um­welt­stan­dards und die öf­fent­li­che Da­seins­für­sor­ge“, teil­te ein Spre­cher des Bünd­nis­ses mit. „Bei­de müs­sen ge­stoppt wer­den.“

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