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Die Presse am Sonntag - - Lesenhören -

Vor die­sem Hintergrund be­rührt der letz­ten En­des hoff­nungs­vol­le Ton um­so mehr, den Man­kell in „Die schwe­di­schen Gum­mi­stie­fel“an­schlägt. We­lin muss sich ent­schei­den, ob er eben­so aus­ge­brannt ist wie sein Haus oder noch ge­nug Feu­er in sich hat, um wei­ter­zu­ma­chen. Mit der Ant­wort auf die­se Fra­ge hät­te er viel­leicht ge­trö­delt, wä­ren da nicht drei äu­ße­re Grün­de: Der ei­ne ist, dass die Po­li­zei bei der Su­che nach der Ur­sa­che des Feu­ers Spu­ren von Brand­be­schleu­ni­ger fin­det. We­lin ge­rät un­ter Ver­dacht, sein Haus selbst an­ge­zün­det zu ha­ben.

Die zwei­te Kraft in sei­nem Le­ben ist das Auf­tau­chen der Lo­kal­jour­na­lis­tin Li­sa Mo­din, in der er ei­ne letz­te Hen­ning Man­kell Die schwe­di­schen Gum­mi­stie­fel Über­setzt von Ve­re­na Rei­chel Zsol­nay 368 Sei­ten 26,80 Eu­ro Chan­ce auf Lie­be zu er­ken­nen glaubt. Die wich­tigs­te und gleich­zei­tig schwie­rigs­te Trieb­fe­der ist We­lins Toch­ter Loui­se, von de­ren Exis­tenz er erst er­fuhr, als das Mäd­chen schon ei­ne Frau ge­wor­den war. Loui­se ist wild, ge­heim­nis­voll und ag­gres­siv. Als sie auf der In­sel auf­taucht, ver­su­chen Va­ter und Toch­ter er­folg­los mit­ein­an­der aus­zu­kom­men. Eben­so plötz­lich, wie sie ge­kom­men ist, ver­schwin­det Loui­se wie­der. Bis Fre­drik ei­nen ver­zwei­fel­ten An­ruf er­hält: Loui­se sei in Pa­ris ver­haf­tet wor­den und brau­che sei­ne Hil­fe. Fre­drik reist nach Pa­ris und macht da­mit den ers­ten Schritt in ei­ne Zu­kunft, von der er gar nicht wuss­te, dass er sie noch ha­ben könn­te.

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