Aus für schäd­li­che Käl­te­mit­tel

Die Fluor­koh­len­wŻs­ser­stof­fe (FKW) sol­len aus Kühl­schrän­ken und Kli­ma­an­la­gen ver­schwin­den. Ein Schritt ge­gen die Er­der­wär­mung.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

Ki­gŻ­li. Nach dem Pa­ri­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­men wur­de nun der nächs­te um­welt­freund­li­che Pakt ge­schlos­sen: Bei ei­ner Kon­fe­renz in Ruan­da ha­ben sich am Sams­tag die Ver­tre­ter von fast 200 Staa­ten auf ei­nen all­mäh­li­chen Ver­zicht von Fluor­koh­len­was­ser­stof­fen (FKW) ge­ei­nigt. Die­se kli­ma­schäd­li­chen Stof­fe wer­den et­wa als Käl­te­mit­tel in Kli­ma­an­la­gen und Eis­käs­ten ein­ge­setzt.

Der Be­schluss ist ei­ne Er­wei­te­rung des Pro­to­kolls von Mon­tre­al, mit dem 1987 zum Schutz der Ozon­schicht ein Ver­zicht auf Flu­or­chlor­koh­len­was­ser­stof­fe (FCKW) ver­ein­bart wur­de. Im Lau­fe der Jah­re stell­te sich je­doch her­aus, dass durch die er­satz­wei­se ein­ge- setz­ten FKW zwar die Ozon­schicht ge­schont wird, dass sie aber die Er­der­wär­mung be­schleu­ni­gen. Durch den Ver­zicht auf FKW soll die Er­der­wär­mung um 0,5 Grad zu­rück­ge­hen.

Bis­her steigt die FKW-Nut­zung um zehn bis 15 Pro­zent pro Jahr. Die­se Ent­wick­lung soll um­ge­kehrt wer­den. In Ki­ga­li wur­de ein Zeit­plan ver­ab­schie­det. Die am wei­tes­ten ent­wi­ckel­ten Län­der sol­len Vor­rei­ter sein und den FKW-Ein­satz bis 2019 um zehn Pro­zent ver­rin­gern, bis 2036 um 85 Pro­zent. FKW kann durch Am­mo­ni­ak oder Hy­droFluo­ro-Ole­fi­ne er­setzt wer­den. De­ren Kos­ten sind hö­her. Ins­ge­samt wird die Um­set­zung Mil­li­ar­den kos­ten. Fi­nanz­mi­nis­ter Hans Jörg Schel­ling (ÖVP) hält den von der SPÖ ge­wünsch­ten Pen­si­ons­hun­der­ter für ein „Ge­schenk, das man of­fen­sicht­lich aus tak­ti­schen Grün­den ein­setzt“. Er lehn­te ihn im ORF-Ra­dio aber nicht rund­weg ab. Zu­erst müs­se aber die klei­ne Pen­si­ons­re­form um­ge­setzt wer­den. Mit Blick auf den Fi­nanz­aus­gleich rich­te­te er Län­dern und Ge­mein­den aus, dass sie sich da­mit zu­frie­den­ge­ben soll­ten, dass ih­re An­tei­le 2017 durch mehr Steu­er­ein­nah­men oh­ne­hin hö­her sind.

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