Die Lö­wel­stra­ße ist in Wal­lo­ni­en

Oder: War­um wir un­se­re Smart­pho­nes künf­tig nur noch in Ös­ter­reich fer­ti­gen las­sen.

Die Presse am Sonntag - - Menschen - VO N FLO­RI­AN ASA­MER

ko­rea und was tun sie dann? Ex­plo­die­ren. Das wird künf­tig al­les an­ders, wenn wir uns von den Tech­no­lo­gie­füh­rern auch Ös­ter­reich und Bel­gi­en mit High­tech-Ge­rä­ten aus­stat­ten las­sen. Wo­bei Bel­gi­en auch schon fast ein bis­serl zu weit weg ist, um mit ihm Han­del zu trei­ben. Wo kä­men wir denn da hin? Am En­de müss­ten wir so­gar über meh­re­re Gren­zen.

Da schon lie­ber in den Nach­bar­staa­ten kau­fen. Mit ih­nen hat Ös­ter­reich ja ein Rie­sen­glück. Von Ita­li­en, dem Sehn­suchts­land schlecht­hin, brau­chen wir ja gar nicht wei­ter zu spre­chen. Die Schweiz ist so­wie­so über je­den Zwei­fel er­ha­ben. Liech­ten­stein auch. Deutsch­land hat sich über die ver­gan­ge­nen Jah­re ge­mau­sert, wie kaum sonst ein Land auf der Welt. So­gar das größ­te Man­ko, das mit dem Hu­mor, ist kein wirk­li­ches mehr. Böh­mer-, Ster-, Gris­se­mann, al­le auf Au­gen­hö­he.

Und dann na­tür­lich Kroa­ti­en mit dem schöns­ten Meer von da bis Te­xas. Slo­we­ni­en und die Slo­wa­kei sind auch al­les an­de­re als lang­sam. Tsche­chi­en so­wie­so. Nur mit den Un­garn ha­pert es mo­men­tan.

Aus­ge­rech­net. Weil sie doch ei­gent­lich fast kei­ne Nach­barn sind, son­dern im­mer schon viel mehr. Doch in ver­gan­ge­ner Zeit wol­len wir nur noch un­gern mit den Un­garn. Of­fen­bar eh auch wech­sel­sei­tig, weil sonst hät­te sich der Wunsch nach rich­ti­gen Gren­zen nicht ge­ra­de zwi­schen die­sen bei­den Staa­ten so nach­hal­tig und für ganz Eu­ro­pa vor­bild­haft ma­ni­fes­tiert. Aber es gibt viel­leicht ei­nen Aus­weg aus der Kri­se. Wir soll­ten ein bi­la­te­ra­les Frei­han­dels­ab­kom­men aus­han­deln. So et­was ver­bin­det.

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