Wie Pu­tin Trump zu Hil­fe eilt

Die Presse am Sonntag - - Die Seite Zwei - KARL GAULHOFER

Wla­di­mir Pu­tin un­ter­stützt sei­ne Va­sal­len, wo er nur kann. In Sy­ri­en lässt der rus­si­sche Prä­si­dent oh­ne Gna­de Bom­ben auf Zi­vi­lis­ten ha­geln, um Dik­ta­tor As­sad an der Macht zu hal­ten. In den USA be­mü­hen sich die Rus­sen (bis­her ver­geb­lich) um ei­ge­ne Wahl­be­ob­ach­ter. Frei­lich nicht als Teil der OECD-Mis­si­on, der sie sich ver­wei­gern. Al­lein wol­len sie nach dem Rech­ten se­hen. Denn Pu­tin weiß ja von sei­nem Ver­eh­rer Do­nald Trump: US-Wah­len sind ei­ne „gro­ße, häss­li­che Lü­ge“. Über­all wer­de ma­ni­pu­liert und be­tro­gen. Das Er­geb­nis will das Op­fer dunk­ler Mäch­te nur an­er­ken­nen, wenn er doch noch ge­winnt. Da­für wä­ren ihm wohl auch Wahl­hel­fer (Par­don: -be­ob­ach­ter) aus Mos­kau recht.

Schon die rus­si­sche Ha­cker-Atta­cke auf die Com­pu­ter der De­mo­kra­ten war ja ein ed­ler Freund­schafts­dienst. Schön, dass sich der west­li­che Po­li­tik­van­da­le mit dem öst­li­chen De­s­po­ten so gut ver­steht. Si­cher, der Glau­be an die US-De­mo­kra­tie bleibt bei all den ver­trau­ens­zer­set­zen­den Maß­nah­men auf der Stre­cke. Ver­glei­che mit der Prä­si­den­ten­wahl in Ös­ter­reich sind aber to­tal un­pas­send: Die der­be Show ist in Ame­ri­ka ein­fach viel un­ter­halt­sa­mer ge­macht.

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