Wie die Welt auf die US-Wahl blickt

Eu­ro­pä­er sind ent­setzt, Chi­ne­sen amü­siert, und Rus­sen hof­fen auf ei­nen Sieg Trumps. Der Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf in den USA wühlt auch das Aus­land auf. Ein glo­ba­les Kalei­do­skop.

Die Presse am Sonntag - - Politics - VON SU­SAN­NA BASTAROLI

Üb­li­cher­wei­se hal­ten sich Staats- und Re­gie­rungs­chefs aus al­ler Welt mit all­zu di­rek­ten Kom­men­ta­ren über den US-Wahl­kampf zu­rück – schließ­lich wird man spä­ter mit ei­nem der Kan­di­da­ten zu­sam­men­ar­bei­ten müs­sen. Dank Do­nald Trump ist dies­mal al­les an­ders: Vor al­lem Eu­ro­pä­er ma­chen kein Ge­heim­nis dar­aus, wie sehr sie den Re­pu­bli­ka­ner ver­ab­scheu­en und ei­nen Sieg Hil­la­ry Cl­in­tons her­bei­seh­nen. Deutsch­lands Au­ßen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter St­ein­mei­er nann­te Trump gar ei­nen „Hass­pre­di­ger“. Aus dem Ber­li­ner Au­ßen­amt hieß es, beim Ge­dan­ken ei­nes US-Prä­si­den­ten Trump wer­de „dem Mi­nis­ter echt ban­ge“. Auch in Lon­don ver­zich­tet man auf di­plo­ma­ti­sche Flos­keln: Trumps Plä­ne, Mos­lems nicht in die USA zu las­sen, be­zeich­ne­te der da­ma­li­ge bri­ti­sche Pre­mier Da­vid Ca­me­ron als „po­la­ri­sie­rend, dumm und falsch“. Al­ler­dings hat der Re­pu­bli­ka­ner am mehr­heit­lich skep­tisch ge­sinn­ten „al­ten Kon­ti­nent“auch Fans. Laut Un­garns Pre­mier Vik­tor Or­ban´ ist Trump „die bes­se­re Op­ti­on für Eu­ro­pa und Un­garn“. Tsche­chi­ens Staats­chef Mi­losˇ Ze­man wür­de Trump so­gar wäh­len. Aber auch au­ßer­halb Eu­ro­pas gibt es mäch­ti­ge Re­gie­run­gen, die dem Re­pu­bli­ka­ner die Dau­men hal­ten – aus ganz un­ter­schied­li­chen Grün­den. Hier ei­ne Zu­sam­men­schau, wie die Welt auf Trump und Cl­in­ton blickt:

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