Is­la­mis­ten im Heer ent­tarnt

Bei der ©eu­t­schen Bun©es­wehr be­wer­ben sich Ex­tre­mis­ten ge­zielt – um ei­ne kur­ze, fun­dier­te mi­li­tä­ri­sche Aus­bil­dung zu er­hal­ten.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

Berlin. Der deut­sche Mi­li­tär­ge­heim­dienst MAD hat 20 Is­la­mis­ten bei der Bun­des­wehr ent­tarnt und geht 60 wei­te­ren Ver­dachts­fäl­len nach. Aus den Re­kru­tie­rungs­bü­ros sei­en „ein­zel­ne An­fra­gen von Be­wer­bern be­kannt, die sich in auf­fäl­li­ger Wei­se für den Di­enst in der Bun­des­wehr in­ter­es­sie­ren, ei­nen Ver­pflich­tungs­wunsch von nur we­ni­gen Mo­na­ten äu­ßern und sich aus­drück­lich für ei­ne in­ten­si­ve Waf­fen­und Ge­rä­teaus­bil­dung in­ter­es­sie­ren“, teilt der MAD mit.

Im Ju­li 2014 hat­te die Ter­ror­mi­liz IS via In­ter­net ge­zielt Men­schen mit mi­li­tä­ri­schen Kennt­nis­sen auf­ge­for­dert, sich ihr an­zu­schlie­ßen. In der is­la­mis­ti- schen Pro­pa­gan­da wur­de mehr­fach da­zu auf­ge­ru­fen, schie­ßen zu ler­nen und sich mit Waf­fen ver­traut zu ma­chen. Der Di­enst in der Bun­des­wehr wer­de be­für­wor­tet, wenn er der Aus­bil­dung für die ei­ge­ne Sa­che die­ne, hieß es.

Die deut­sche Re­gie­rung hat­te En­de Au­gust be­schlos­sen, dass der MAD als Maß­nah­me ge­gen Is­la­mis­ten und an­de­re Ex­tre­mis­ten künf­tig al­le Be­wer­ber auf ei­ne Stel­le bei der Bun­des­wehr über­prü­fen soll. Da­für er­folgt auch ei­ne Ge­set­zes­än­de­rung, die 2017 in Kraft tre­ten soll. Das Sol­da­ten­ge­setz er­laubt bis­her ei­ne Si­cher­heits­über­prü­fung erst nach ei­ner An­stel­lung.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.