Nur ech­ten Jas­min in die Tee­tas­se

Den grü­nen Tee mit Jas­min­duft wür­zen, ja, das geht. Vom ech­ten Jas­min gibt es zahl­lo­se Sor­ten.

Die Presse am Sonntag - - Garten - UTE WOL­TRON

Es gibt so vie­le Ar­ten von Jas­min im Blu­men­han­del, dass man den Über­blick ver­lie­ren kann. Oft sind die Pflan­zen le­dig­lich mit „Jas­min“be­schrif­tet, nicht aber mit dem bo­ta­ni­schen Na­men, was ein gro­ßes Übel ist, weil Jas­min al­lein be­deu­tet noch gar nichts.

Der Ech­te Jas­min hat Jas­mi­num of­fi­ci­na­le zu hei­ßen, wo­bei der Na­mens­zu­satz of­fi­ci­na­le oder of­fi­ci­na­lis stets dar­auf ver­weist, dass ei­ne Pflan­ze zu Heil­zwe­cken ver­wen­det wur­de oder wird. Von die­sem Ech­ten Jas­min gibt es zwar – und das braucht Sie nun nicht zu ver­wir­ren – zahl­lo­se Sor­ten, die sich in Aro­ma und Aus­se­hen et­was von­ein­an­der un­ter­schei­den, aber letzt­lich doch nicht so sehr, dass wir als Lai­en groß Auf­he­bens dar­um ma­chen soll­ten.

Wo­mit Sie al­ler­dings auf­pas­sen müs­sen, sind die un­zäh­li­gen fal­schen Jas­mi­ne, die dem ech­ten sehr ähn­lich se­hen. Wenn Sie sich nun an­schi­cken, grü­nen oder so­gar an­de­ren Tee mit fri­schen oder ge­trock­ne­ten Jas­min­blü­ten zu par­fu­mie­ren – denn das emp­feh­len wir heu­te – so müs­sen Sie zu­vor si­cher sein, dass Sie Ech­ten Jas­min ern­ten und nicht ir­gend­ei­nen an­de­ren. Für das Wür­zen von Tee braucht man un­be­dingt Ech­ten Jas­min und kei­nen an­de­ren.

Der Ech­te Jas­min duf­tet un­erhört. Er blüht das gan­ze Jahr über an lan­gen Trie­ben. Täg­lich ste­hen Blü­ten zur Ver­fü­gung. Im Win­ter kommt er in die Woh­nung, was Sie in die lu­xu­riö­se La­ge ver­setzt, qua­si im Vor­über­ge­hen Blü­ten ab­zu­zup­fen und in Ih­ren Tee zu wer­fen. Je nach Sor­te ist das sü­ße Par­fum von un­ter­schied­li­cher In­ten­si­tät. Wer in die Ge­gend von Gras­se in Frank­reich kommt, be­sorgt sich ei­ne der dort kul­ti­vier­ten Va­ri­an­ten, die sind himm­lisch in­ten­siv. Doch na­tür­lich tun es al­le an­de­ren auch. Die Blü­ten kön­nen frisch oder ge­trock­net ver­wen­det wer­den.

Die Pflan­ze selbst steht sehr hell und eher tro­cken als feucht. Mit­tels ho­her Luft­feuch­te und re­gel­mä­ßi­ger Blatt­güs­se dar­auf ach­ten, dass nicht die Spinn­mil­be das Re­gi­ment über­nimmt, die ein­zi­ge Ge­fahr für den drin­nen über­win­tern­den Ech­ten Jas­min.

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