Nein, die­ses Fest hört nicht auf

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören - THO­MAS KRA­MAR

Char­li XCX: »Af­ter the Af­ter­par­ty«. Ei­ne gu­te Par­ty zeich­ne sich da­durch aus, dass sie kein En­de kennt, be­haup­te­ten schon die al­ten P-Fun­ker: Der Wunsch, die Nacht zum Tag – und den nächs­ten Tag gleich wie­der zur Nacht – zu ma­chen, hat gro­ße Tra­di­ti­on im Pop. Auch Char­lie XCX, die im Grund ja auch ei­ne Tra­di­tio­na­lis­tin ist, be­steht dar­auf, dass es nach der Af­ter­par­ty erst recht wei­ter­geht. Wo­bei ihr be­tont auf­ge­kratz­ter Ge­sang von ad­vent­lich an­mu­ten­den Glöck­chen, stel­len­wei­se aber von ei­nem fast trä­gen Kla­vier kon­ter­ka­riert wird – soll­te die End­lo­sig­keit doch auf or­ga­ni­sche Wi­der­stän­de sto­ßen? Ei­nes ha­ben wir im­mer noch ge­trun­ken, sagt man in Wi­en, Char­li sagt: „We’re al­ways up for one mo­re.“Als Auf­mun­te­rer ge­sellt sich Lil Yach­ty mit – un­ge­wöhn­lich für ei­nen männ­li­chen Rap­per – stark mit Au­to­tu­ne ver­frem­de­ter Stim­me da­zu. Am En­de sind al­le „in lo­ve“, und das von Mon­tag bis Sonn­tag. An­stren­gend. Tap­fer. Das Vi­deo ist üb­ri­gens wirk­lich gräss­lich.

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