Neue Hei­mat und al­te Wun­den

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören -

Fa­mi­li­en­ro­man. Re­na­te Ah­rens ist vie­len als Au­to­rin zwei­spra­chi­ger Kin­der­bü­cher be­kannt. Sie schreibt auch für Er­wach­se­ne. „Das ge­ret­te­te Kind“han­delt von Ir­ma, die den Ho­lo­caust über­leb­te, weil sie mit ei­nem Kin­der­trans­port nach Groß­bri­tan­ni­en kam. Lang schweigt sie über ih­re Trau­ma­ta, erst als sie ei­nen Herz­in­farkt er­lei­det, stellt sie sich der Ver­gan­gen­heit. Das ist nicht das ein­zi­ge The­ma des Ro­mans. Er schil­dert auch die Kon­flik­te in­ner­halb der Fa­mi­lie, und zwar aus der Per­spek­ti­ve drei­er Frau­en. Ne­ben Ir­ma kom­men ih­re Toch­ter und ih­re En­ke­lin zu Wort. Sehr schön und un­auf­ge­regt er­zählt. cle Re­na­te Ah­rens: „Das ge­ret­te­te Kind“, Dro­emer-Ver­lag, 346 Sei­ten, 20,60 Eu­ro.

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