Ho­fers Ost­eu­ro­pa-Fi­lia­len

Die Presse am Sonntag - - Die Seite Zwei - OLI­VER PINK

To­mis­lav Ni­ko­lic´ ist Na­tio­na­list, je­den­falls war er das ein­mal. Mi­losˇ Ze­man war ein­mal So­zia­list, heu­te nervt ihn vor al­lem die Po­li­ti­cal Cor­rect­ness. Vik­tor Or­ban´ ist oh­ne­hin hin­läng­lich be­kannt.

Wenn er Prä­si­dent wer­de, wol­le er mit Län­dern wie Ser­bi­en, Tsche­chi­en, Un­garn ein Ge­gen­ge­wicht zu den Gro­ßen in der EU auf­bau­en, sagt Nor­bert Ho­fer. Im­mer­hin sei man mit die­sen „ein­mal in ei­ner Mon­ar­chie ge­we­sen“(stimmt für Ser­bi­en nur be­dingt). Je­den­falls: Die Che­mie scheint weit­ge­hend zu stim­men. Den Prä­si­den­ten Ni­ko­lic´ hat Ho­fer un­längst in Bel­grad be­sucht, Ze­man in Prag, und Or­ban´ hat er in der Ther­me ge­trof­fen.

Und das ist ei­ne der gro­ßen Po­in­ten die­ser Zei­ten­wen­de – ne­ben der, dass die FPÖ (Be­nes!ˇ Te­mel´ın!) auf ein­mal ganz tsche­cho­phil ist: Man muss nicht mehr be­fürch­ten, dass ein Bun­des­prä­si­dent Nor­bert Ho­fer nir­gend­wo ein­ge­la­den wür­de. Die USA, Russ­land, vi­el­leicht bald auch Frank­reich, stün­den ihm of­fen. Ser­bi­en, Tsche­chi­en, Un­garn so­wie­so.

Alex­an­der Van der Bel­len darf im­mer­hin auf ei­nen herz­li­chen Emp­fang von Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er hof­fen.

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