Trumps fal­sche Uni­ver­si­tät

25 Mil­lio­nen Dol­lŻr muss der künf­ti­ge US-Prä­si­dent an 6000 Stu­den­ten be­zah­len, die sei­ne Uni be­such­ten, die gar kei­ne war.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

New York. Mit ei­nem Mil­lio­nen­ver­gleich hat sich Do­nald Trump noch vor Amts­an­tritt als US-Prä­si­dent ei­nes Pro­zes­ses ent­le­digt: Er be­zahlt 25 Mil­lio­nen Dol­lar an 6000 ehe­ma­li­ge Stu­den­ten. Die au­ßer­ge­richt­li­che Ei­ni­gung sei „ein wich­ti­ger Sieg für die Op­fer sei­ner be­trü­ge­ri­schen Uni­ver­si­tät“, sag­te New Yorks Ge­ne­ral­an­walt, Eric Schnei­der­man.

Der Mil­li­ar­där hat­te 2004 ei­ne Trump Uni­ver­si­ty ge­grün­det, an der er zu 93 Pro­zent be­tei­ligt war. Die kom­mer­zi­el­le Ein­rich­tung war gar nicht als Uni­ver­si­tät an­er­kannt; hier wur­de Tau­sen­den Stu­den­ten nur das Geld aus der Ta­sche ge­zo­gen. Ei­ni­ge Stu­den­ten zahl- ten bis zu 35.000 Dol­lar, um an den Se­mi­na­ren teil­zu­neh­men – in der Hoff­nung auf ei­ne stei­le Kar­rie­re. Stu­den­ten reich­ten Kla­ge ein. Schnei­der­mann sag­te, et­li­ches Geld sei in die Ta­schen Trumps ge­flos­sen. Kri­tik Żn Er­nen­nun­gen. Un­ter­des­sen gibt es har­sche Re­ak­tio­nen auf Trumps ers­te Er­nen­nun­gen: So soll der kon­ser­va­ti­ve Se­na­tor Jeff Ses­si­ons Jus­tiz­mi­nis­ter wer­den. Schon 1986 lehn­te ihn ein Se­nats­ko­mi­tee als Rich­ter ab, weil er zu ras­sis­tisch sei. Bür­ger­recht­ler sa­gen, nie­mand ha­be här­ter ge­gen Ein­wan­de­rung, ge­gen La­ti­nos und ge­gen Far­bi­ge ge­kämpft als Ses­si­ons. Et­wa 40.000 Men­schen ha­ben am Sams­tag in Ma­lay­sia fried­lich ge­gen die in ei­nen mil­li­ar­den­schwe­ren Kor­rup­ti­ons­skan­dal ver­wi­ckel­te Re­gie­rung de­mons­triert. Un­ter mas­si­vem Po­li­zei­an­ge­bot zo­gen sie durch die Stra­ßen der Haupt­stadt Kua­la Lum­pur und ver­lang­ten den Rück­tritt von Mi­nis­ter­prä­si­dent Na­jib Raz­ak.

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