Grä­ser für die Tee­kan­ne

Die duf­ti­gen grü­nen Hal­me von Zi­tro­nen­gras weg­zu­wer­fen, ist die reins­te Ver­schwen­dung.

Die Presse am Sonntag - - Garten - UTE WOLTRON

Freun­de der asia­ti­schen Kü­che ken­nen und schät­zen es: Das aro­ma­ti­sche Zi­tro­nen­gras, das eben­falls zur Fa­mi­lie der Süß­grä­ser ge­hört, ver­leiht Sup­pen, Cur­rys und an­de­ren Spei­sen ei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen Ge­schmack.

Meist wird je­doch nur der di­cke un­te­re Teil der Pflan­ze ver­wen­det – die reins­te Ver­schwen­dung. Denn das Zi­tro­nen­gras spen­det ei­nen köst­li­chen Tee, der so­wohl kalt als auch warm schmeckt, je nach Lau­ne und Jah­res­zeit. Da­für ver­wen­det man die lan­gen Hal­me, die von der Pflan­ze im Über­maß pro­du­ziert wer­den und et­was we­ni­ger, doch noch ge­nug Aro­ma in sich tra­gen. Ja, auch jetzt im Win­ter, denn das Zi­tro­nen­gras ist ein Un­kraut. Es ge­deiht auch in der hel­len Woh­nung an ei­nem Son­nen­platz.

So Sie noch kei­nes he­gen und pfle­gen, ma­chen Sie Fol­gen­des: Kau­fen Sie fri­sche Zi­tro­nen­gras­stän­gel, die mög­lichst tief ge­schnit­ten ge­ern­tet wur­den. Man er­kennt das an ei­ner Ver­jün­gung am un­te­ren En­de. Stel­len Sie ein paar da­von in ein Glas Was­ser. Ziem­lich si­cher bil­den sich in­ner­halb ei­ner Wo­che Wur­zeln. Ein­set­zen, am bes­ten in ei­nen Zi­tro­nen­gras­hal­me ma­chen sich gut im Tee. eher klei­nen Topf, hell stel­len, nicht aus­trock­nen las­sen, aber auch nicht in lie­be­vol­ler Zu­wen­dung er­säu­fen. Un­kraut für den Tee. So­bald sich das Gras aus­brei­tet, kön­nen Sie aus dem Vol­len schöp­fen. Die Hal­me wer­den, in zen­ti­me­ter­lan­ge Stü­cke ge­schnit­ten, frisch oder ge­trock­net auf­ge­brüht. Der Tee ist in je­dem Fall in­ten­siv und aro­ma­tisch. Tipp: Ver­su­chen Sie es mit ei­ner Schei­be fri­schem Ing­wer. Im Som­mer kommt das Gras nach Mög­lich­keit ins Freie, wo es voll­son­nig ste­hend wahr­schein­lich den Topf spren­gen wird, denn es ist, wie ge­sagt, kaum um­zu­brin­gen und sehr vi­tal. Gut dün­gen, hell stel­len, nicht über­gie­ßen, nicht aus­trock­nen las­sen. Üb­ri­gens lie­ben es auch die Kat­zen, die­se Lu­xus­tie­re, und die wis­sen be­kannt­lich im­mer, was wirk­lich gut ist.

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