FAK­TEN

Die Presse am Sonntag - - Eco -

2010

schuf der USKon­gress mit den Stim­men der De­mo­kra­ten al­lein den Dodd-Frank Act. Die­ses Ge­setz war die Re­ak­ti­on auf die schwe­re Kri­se der Fi­nanz­märk­te, wel­che die Gro­ße Re­zes­si­on aus­ge­löst hat­te.

Dodd-Frank

ist ein sehr lan­ges und kom­pli­zier­tes Ge­setz, aber sei­ne zwei wich­tigs­ten Neue­run­gen kann man recht ein­fach be­schrei­ben. Ers­tens sol­len kei­ne Ban­ken mehr so groß wer­den kön­nen, dass sie im Fall ih­rer Kon­kurs­rei­fe nicht oh­ne Scha­den für die All­ge­mein­heit zer­schla­gen wer­den kön­nen. Zwei­tens dür­fen die Ban­ken nicht mehr auf ei­ge­ne Rech­nung und ei­ge­nen Ge­winn an den Bör­sen spe­ku­lie­ren. Das soll ver­hin­dern, dass sie zu gro­ße Ris­ken ein­ge­hen, de­ren Scha­den dann von den Steu­er­zah­lern ge­deckt wer­den muss.

Do­nald Trump,

der de­si­gnier­te neue USPrä­si­dent, will den Dodd-Frank Act ab­schaf­fen. Er be­haup­tet, dass die ver­schärf­te Auf­sicht und hö­he­re Ei­gen­ka­pi­tal­vor­schrif­ten die Kre­dit­ver­ga­be läh­men. Wie Trump vor­ge­hen will, oh­ne die Be­din­gun­gen für neue Fi­nanz­markt­bla­sen zu schaf­fen, ist un­klar.

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