Chro­nik der Un­ter­welt der ro­ten Stadt

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Mai­land-Kri­mi. Der ita­lie­ni­sche Au­tor Pao­lo Ro­ver­si ist ein Chro­nist des Ver­bre­chens. Be­reits in „Mi­la­no Cri­mi­na­le“, dem ers­ten Teil sei­ner Mai­land-Sa­ga, por­trä­tier­te er die Un­ter­welt. Nun legt er ei­ne Fort­set­zung vor und deckt mit den bei­den Bü­chern die Jah­re 1958 bis 1984 ab. Ro­ver­si kann sei­ne Sym­pa­thie für die Män­ner auf bei­den Sei­ten des Ge­set­zes nicht ver­heh­len. Er ist von der Welt der Ge­gen­sät­ze fas­zi­niert, die gar nicht so groß sind, wie man ver­mu­ten wür­de. Hät­te Ro­ver­si den Mut ge­habt, sich mehr von der Rea­li­tät zu lö­sen und sei­nen Cha­rak­te­ren mehr Le­ben ein­zu­hau­chen, hät­te dar­aus ganz gro­ße Li­te­ra­tur wer­den kön­nen. phu Pao­lo Ro­ver­si: „Schwar­ze Son­ne über Mai­land“, über­setzt von Es­t­her Han­sen, Ullstein, 496 Sei­ten, 10,30 Eu­ro.

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