Sup­pe von Erbs­mehl

Die Presse am Sonntag - - Essen Und Trinken -

„Dies Fa­b­ri­kat ist sei­ner ein­fa­chen An­wen­dung we­gen sehr zu emp­feh­len. Man muß aber nur bes­tes be­kann­tes Fa­b­ri­kat, wie das der Fir­ma Knorr, Heil­bronn, ver­wen­den, wel­ches kei­nen Mehl­zu­satz hat. Man nimmt für 3 Per­so­nen 170–200 g für ei­ne sät­ti­gen­de Sup­pe, in der man gern ei­ni­ge Kar­tof­feln gar kocht. Wünscht man Fleisch oder ei­ne ge­räu­cher­te Mett­wurst in der Erbs­sup­pe zu ko­chen, so bringt man dies mit Sel­le­rie­knol­le und Por­ree aufs Feu­er, läßt es weich ko­chen, gibt das mit kal­tem Was­ser an­ge­rühr­te Erbs­mehl und das nö­ti­ge Salz hin­zu und kocht die Sup­pe 10 Mi­nu­ten. Wird die Sup­pe oh­ne Fleisch ge­kocht, rührt man das Erbs­mehl in ko­chen­des Was­ser, dem man Sup­pen­kraut- und Fett­zu­satz gab. Zur fer­ti­gen Sup­pe gibt man 2–3 Bouil­lon­wür­fel. Ne­ben­her reicht man ge­bra­te­ne Sem­mel­wür­fel. Auf die­sel­be Art kocht man Sup­pen von Knorrs Lin­sen-, Boh­nen-, Le­gu­mi­no­sen-, Gers­ten- und Ha­fer­mehl. Für spar­sa­me Haus­frau­en, de­nen es auf ei­ne schnel­le Be­rei­tung von Sup­pen in be­son­de­ren Ver­le­gen­hei­ten – un­er­war­te­ten Be­such usw. – an­kommt, ist auch ein Vor­rat von den treff­li­chen Sup­pen­wür­feln, die so­wohl die Fir­ma Knorr, Heil­bronn, wie auch die Mag­gi-Ge­sell­schaft in gro­ßer Aus­wahl und treff­li­chem Ge­schmack in den Han­del bringt, zu emp­feh­len. Der Preis ist sehr nied­rig, die Be­rei­tung von Sup­pen aus ih­nen sehr ein­fach und schnell.“ Gar­nie­rung: Wür­fel­sup­pe oder Boh­nen­mehl­sup­pe für un­er­war­te­ten Be­such oder, wie Koch­buch­au­to­rin Hen­ri­et­te Da­vi­dis-Hol­le schreibt, „in be­son­de­ren Ver­le­gen­hei­ten“, das wür­de heu­ti­ge Be­kannt­schaf­ten eher zer­stö­ren als ret­ten. Ihr „Prak­ti­sches Koch­buch“ist seit 1845 in un­zäh­li­gen über­ar­bei­te­ten Auf­la­gen er­schie­nen. Die Fir­ma Knorr hat heu­te noch Erbs­wurst im Sor­ti­ment, mit dem Zu­satz „seit 1889“, der Erbs­mehl­an­teil be­trägt 71 Pro­zent, die rest­li­che Zu­sam­men­set­zung dürf­te sich seit 1889 aber doch ver­än­dert ha­ben.

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