Die Fra­ge nach der Not­wen­dig­keit des Con­fe­de­ra­ti­ons Cup spal­tet den Welt­fuß­ball

Die Presse am Sonntag - - Sport -

KŻsŻn. Nach der Kri­tik aus Russ­land an den Con­fe­de­ra­ti­ons-Cup-Plä­nen von Joa­chim Löw ver­such­te Fifa-Prä­si­dent Gi­an­ni In­fan­ti­no vor der Aus­lo­sung der WM-Ge­ne­ral­pro­be (ab 17. Ju­ni 2017), die Wo­gen zu glät­ten. „Wenn Sie glau­ben, Deutsch­land nimmt et­was nicht ernst, vor al­lem im Fuß­ball, dann ir­ren Sie sich“, sag­te der Welt­ver­bands­chef in Ka­san.

In­fan­ti­no sei sich si­cher, dass der Welt­meis­ter mit ei­ner star­ken und at­trak­ti­ven Mann­schaft zur Mi­ni-WM im kom­men­den Som­mer in Russ­land an­tre­ten wer­de. Löw hat­te aber an­ge­kün­digt, dass er das Tur­nier da­für nut­zen will, be­las­te­ten Pro­fis ei­ne Pau­se zu gön­nen und statt­des­sen jun­ge Spie­ler ein­zu­set­zen. Dies wur­de un­ter an­de­rem von Russ­lands Mi­nis­ter Wi­ta­li Mut­ko scharf kri­ti­siert. Acht Kon­ti­nen­tŻl­meis­ter. In­fan­ti­no war je­doch über die Zu­kunft die­ses un­ge­lieb­ten Tur­niers kei­ne kla­re Aus­sa­ge zu ent­lo­cken. „Es ist noch kei­ne Ent­schei­dung ge­fal­len“, sag­te der Ita­loSchwei­zer. Der Un­mut in Eu­ro­pa aber wächst: Da die über­nächs­te WM 2022 in Ka­tar im No­vem­ber statt­fin­de, müs­se man (not­ge­drun­gen) über das For­mat nach­den­ken – denn da läuft noch die Cham­pi­ons Le­ague, und das Aus­blei­ben vie­ler Stars ist ge­wiss.

Die Fifa ver­an­stal­tet den Con­fe­de­ra­ti­ons Cup mit den kon­ti­nen­ta­len Meis­tern seit 1997. Seit 2001 wird er je­weils ein Jahr vor der WM vom nächs­ten Gast­ge­ber aus­ge­rich­tet. In Russ­land 2017 tref­fen in Grup­pe A der Gast­ge­ber, Por­tu­gal, Neu­see­land und Me­xi­ko auf­ein­an­der. In Grup­pe B spie­len Deutsch­land (Welt­meis­ter), Chi­le, Aus­tra­li­en und der noch zu er­mit­teln­de Afri­ka-Cham­pi­on.

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