Das Le­ben, ein Wunsch­kon­zert

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören - THO­MAS KRAMAR

Best Co­ast: »Christ­mas and Ever­y­day«. Ei­ne enor­me Trieb­kraft des Pop ist seit je­her die Sehn­sucht nach ei­ner Ver­gan­gen­heit, in der al­les ein­fa­cher war, in der das Wün­schen noch ge­hol­fen hat: nach der Kind­heit und/oder dem Te­enage und zugleich – vor al­lem heu­te, wo al­les re­tro ist – nach der nai­ven Früh­zeit des Pop. Bei­de hat es na­tür­lich nie so ge­ge­ben, und die­ses tie­fe Wis­sen macht die in­fan­ti­le Re­gres­si­on erst er­träg­lich. Auch in die­sem Song, der für ei­ne neue Fol­ge der Film­se­rie „Ame­ri­can Girl Sto­ry“ge­schrie­ben wur­de. Es geht um Son­ne und Schnee und dar­um, dass ge­fäl­ligst bei­des zugleich da sein soll, weil wir Men­schen das Recht auf Glück ha­ben, zu Weihnachten und über­haupt. Das klingt selbst­ver­ständ­lich wie in den ganz frü­hen Sech­zi­ger­jah­ren, mit stamp­fen­dem Schlag­zeug und flir­ren­der Or­gel, Glo­cken und En­gels­ge­sang. Dann sagt noch die Gi­tar­re, tap­fer ver­zerrt, ih­re Wun­sch­lis­te auf, und al­les wird gut, oder?

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