Viel Wahl­kampf, we­nig Wal­nüs­se

Oder: War­um der Ad­vent sich mit Drei­ecks­stän­dern schlecht ver­trägt.

Die Presse am Sonntag - - Menschen - VO N FLO­RI­AN ASAMER

du die Wahl­wie­der­ho­lung ver­pennt.“Für den Wahl­sonn­tag selbst müs­sen nun neue Ablauf­über­le­gun­gen ge­macht wer­den: Bis­her stand das Ti­ming des Mit­tag­es­sens bzw. des spä­ten Früh­stücks im Vor­der­grund. Al­so die Fra­ge, ob man da­vor oder da­nach bei den un­er­müd­li­chen Wahl­bei­sit­zern vor­bei­schau­en soll. Nun muss man noch ent­schei­den, wann man die zwei­te Ker­ze am Kranz an­zün­den will. Rich­tig ge­müt­lich wird es wohl erst nach ge­ta­ner Bür­ger­pflicht. Da der neue Bun­des­prä­si­dent viel­leicht erst am Di­ens­tag fest­steht (auf die paar Ta­ge auf oder ab kommt es nun wirk­lich nicht mehr an), bleibt der Ad­vent­sonn­tag­abend wahl­er­geb­nis­frei-be­sinn­lich.

Un­klar ist noch, wie wir mit den Wahl­kampf­ent­zugs­er­schei­nun­gen zu­recht­kom­men wer­den. Nach zwölf Mo­na­ten Dau­er­wahl­wer­bung müss­ten wir ei­gent­lich lang­sam die Do- sis sen­ken und aus­schlei­chen. Aber nein, es wird ein kal­ter Ent­zug. Wo­bei Cold Tur­key eh nicht so schlecht zu Weihnachten passt. Doch macht die in­nen­po­li­ti­sche Groß­wet­ter­la­ge uns Wahl­kampf­jun­kies durch­aus Hoff­nung: Schon im Früh­ling könn­te der nächs­te Countdown, dies­mal für die Na­tio­nal­rats­wah­len. Mit ein, zwei Wahl­an­fech­tun­gen und ein paar Brief­wahl­pan­nen kom­men wir wie­der ei­ne Zeit durch.

Ot­to Waal­kes je­den­falls wä­re sich für die Über­lei­tung hin zu den Wal­nüs­sen (ha­ha­ha) si­cher nicht zu scha­de. Des­halb: Die Ern­te der für Weih­nachts­bä­cke­rei so un­ver­zicht­ba­ren Zu­tat fällt heu­er auf­grund des Frosts im Früh­jahr mit bis zu 90 Pro­zent ge­rin­ger aus. Da­für gibt es Punsch und Ma­ro­ni in Hül­le und Fül­le.

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