Süß und geist­voll

Aus den bald rei­fen Kor­nel­kir­schen macht man am bes­ten Mar­me­la­de oder Li­kör.

Die Presse am Sonntag - - Garten -

Wer nach ei­nem Dirndl­strauch sucht, muss le­dig­lich im Vor­früh­ling den Blick über die Wald­rän­der glei­ten las­sen. Steht dort ein Strauch in auf­fäl­lig gel­ber Blü­te, und zwar zu ei­ner Zeit, in der ab­so­lut noch nichts an­de­res blüht und kein Blätt­chen den Blick trübt, hat man ihn ge­fun­den.

Heu­er rei­fen die klei­nen ro­ten Früch­te er­staun­lich früh, in ein, zwei Wo­chen kön­nen die ers­ten von ih­nen be­reits ge­ern­tet wer­den. Da das, wie man so schön sagt, an­ge­sichts ih­rer Win­zig­keit zu ei­ner ech­ten Laus­klau­be­rei aus­ar­ten kann, geht man am bes­ten mit fol­gen­dem Trick vor: Un­ter den Strauch wird ein mög­lichst gro­ßes Lein­tuch ge­brei­tet, dann wer­den die Äs­te ein­zeln gut durch­ge­schüt­telt, und schon kann man die Beu­te heim­tra­gen.

Die­se Pro­ze­dur spart St­un­den des Pflü­ckens und hat noch da­zu den Vor- teil, dass nur die wirk­lich rei­fen Früch­te ab­fal­len, denn die Un­rei­fen sind, wie ge­sagt, eher graus­lich. Was tut man nun mit der Ern­te?

Man ver­ar­bei­tet sie am bes­ten zu ei­ner fei­nen Mar­me­la­de, und das geht so: Die ge­wa­sche­nen und von et­wai­gen Ve­r­un­rei­ni­gun­gen be­frei­ten Kor­nel­kir- Kor­nel­kir­schen las­sen sich zu ei­ner fei­nen Mar­me­la­de ver­ar­bei­ten.

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