Auf dem Floh­markt der Uni­ver­sen

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören - THO­MAS KRAMAR

Dent May: „Across the Mul­ti­ver­se“. Der schön-schau­ri­ge Beat­lesSong „Across the Uni­ver­se“ist auch schon 47 Jah­re alt, John Len­non ist noch im­mer tot, und die theo­re­ti­schen Phy­si­ker ha­ben es auf­ge­ge­ben zu er­klä­ren, war­um das Uni­ver­sum so ist, wie es ist. Statt­des­sen spre­chen sie von ei­nem Mul­ti­ver­sum, in dem al­le mög­li­chen Uni­ver­sen Platz ha­ben. Any­thing goes. Auch im Pop. Er sei „lost in ano­ther di­men­si­on“, singt Dent May weh­mü­tig, das ist nicht mehr das sehn­süch­ti­ge Stre­ben nach der „Fifth Di­men­si­on“wie z. B. einst bei den Byrds, son­dern das Wis­sen, dass es für je­des Vin­ta­ge-Hob­by ein Win­kerl gibt. Dies­falls für Psy­che­de­lic-Ba­s­te­lei, die ab­so­lut nicht drin­gend, aber char­mant ist. „It’s ex­tra­ter­res­ti­al, our lo­ve“, singt May, um­tanzt von zi­cki­gen Key­boards, wie man sie in den Seven­ties (Su­per­tramp!) lieb­te. „I’m fal­ling hard in­to your or­bit“, ant­wor­tet ihm Fran­kie Cos­mos (die sich im­mer so nennt) zärt­lich: So siegt die Phy­sik des Eros, schön so.

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