24 ST­UN­DEN

Die Presse am Sonntag - - Österreich -

Mehr als 30.000 Men­schen neh­men in Ös­ter­reich der­zeit 24-St­un­denPfle­ge in An­spruch. Die Zahl steigt. Er­fasst sind nur die ge­för­der­ten Fäl­le (in de­nen das Ein­kom­men der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen un­ter 2500 Eu­ro net­to liegt): Den Da­ten des So­zi­al­mi­nis­te­ri­ums nach gab es 2016 al­lein 27.296 Fäl­le von vom Mi­nis­te­ri­um ge­för­der­ter 24-St­un­den-Pfle­ge. Das ist ein Plus von fast acht Pro­zent ge­gen­über 2015. 150,6 Mil­lio­nen Eu­ro betrug der Ge­samt­auf­wand von Bund und Län­dern für die­ses Mo­dell im Vor­jahr. Das So­zi­al­mi­nis­te­ri­um geht von ei­ner Stei­ge­rung so­wohl der Aus­ga­ben als auch der Zahl der zu pfle­gen­den Men­schen von je­weils acht bis zehn Pro­zent in den nächs­ten Jah­ren aus. 71 Pro­zent der Leis­tungs­be­zie­her sind weib­lich, der Al­ters­schnitt liegt bei 82 Jah­ren. In Wien und an­de­ren Städ­ten gibt es we­ni­ger 24-St­un­denPfle­ge als in länd­li­che­ren Ge­gen­den, da Wohn­raum knapp ist und ei­ge­ner Raum für ei­ne Pfle­ge­kraft fehlt. Mehr als 80.000 Per­so­nen (Stand Mai 2017) – fast al­le Frau­en – ha­ben in Ös­ter­reich ei­nen Ge­wer­be­schein als Per­so­nen­be­treue­rin­nen an­ge­mel­det. Acht von zehn 24-St­un­denPfle­ge­rin­nen in Ös­ter­reich kom­men aus der Slo­wa­kei oder aus Ru­mä­ni­en.

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