Asia­ti­scher Kul­trol­ler rollt an

Die Presse am Sonntag - - Fahren -

Wer schon in Thai­land oder auf den Phil­ip­pi­nen ge­ur­laubt hat, dem braucht man das Mo­dell nicht vor­zu­stel­len. Prak­tisch al­le Ein­hei­mi­schen, die nicht Au­to oder Lkw fah­ren, sind da­mit un­ter­wegs. Hon­das Su­per Cub hält seit Jahr­zehn­ten Süd­ost­asi­en am Lau­fen. Je­des Kind kann ihn fah­ren, fast wie ein Fahr­rad. Nicht sel­ten in­stal­lie­ren sich gan­ze Sipp­schaf­ten auf dem Ge­rät, und ge­schick­te Händ­ler und Bau­ern ba­lan­cie­ren dar­auf so viel Wa­re, wie man sonst nur in ei­nen Trans­por­ter kriegt. Un­fass­ba­re 100 Mio. Stück hat Hon­da von dem Mo­dell bis 2017 ab­ge­setzt. Es gilt da­mit als meist­ver­kauf­tes Kraft­fahr­zeug der Welt. Und wird dem­nächst auch bei uns wie­der ei­nen Auf­tritt pfle­gen. Nicht so pu­ris­tisch, wie es in Ur­form 1958 auf die Stra­ße fand. Da­mals wer­kel­te Fir­men­grün­der Soi­chi­ro Hon­da per­sön­lich an dem Zwei­rad, das „ei­ne nütz­li­che Rol­le im Le­ben der Men­schen spie­len“soll­te. Die Su­per Cub C125, die im No­vem­ber in Ös­ter­reich auf den Markt kommt, wird we­ni­ger als Last­esel denn als Li­fe­style-Ve­hi­kel mit Re­tro-Chic positioniert – der Preis ist noch nicht be­kannt. In je­dem Fall dürf­te der 109 kg schwe­re, knapp zehn PS star­ke Groß­r­ad­rol­ler da und dort Ur­laubs­stim­mung aus­lö­sen. (tiv) Hon­da Su­per Cub C125, ab No­vem­ber in Ös­ter­reich.

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