Gr­ei­ner: 150 Jah­re In­no­va­ti­on

Die Presse am Sonntag - - Seit -

Als Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men fei­ert die Gr­ei­ner Grup­pe 2018 ihr 150-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Was 1868 im deut­schen Nür­tin­gen mit der Grün­dung ei­ner klei­nen Ge­mischt­wa­ren­hand­lung durch Carl Al­bert Gr­ei­ner und sei­ne Frau Emi­lie be­gon­nen hat, ist heu­te ein welt­weit füh­ren­des Un­ter­neh­men in der Kunst­stoff- und Schaum­stoff­in­dus­trie mit mehr als 10.000 Mit­ar­bei­tern an 139 Stand­or­ten in 33 Län­dern.

So un­spek­ta­ku­lär ei­ne lan­ge Rei­se mit dem ers­ten Schritt an­fängt, so schlicht be­ginnt die er­eig­nis­rei­che Ge­schich­te der Gr­ei­ner Grup­pe. Heu­te zählt das Un­ter­neh­men mit sei­nen vier ope­ra­ti­ven Spar­ten Gr­ei­ner Pa­cka­ging In­ter­na­tio­nal Gm­bH, Gr­ei­ner Bio-One In­ter­na­tio­nal Gm­bH, Gr­ei­ner Fo­am In­ter­na­tio­nal Gm­bH und Gr­ei­ner Ex­tru­si­on Group Gm­bH zu den füh­ren­den Schaum­stoff­pro­du­zen­ten und Kunst­stoff­ver­ar­bei­tern für die Ver­pa­ckungs-, Mö­bel-, Sport- und Au­to­mo­bil­in­dus­trie, für die Me­di­zin­tech­nik, den Phar­ma­be­reich so­wie zu den füh­ren­den Her­stel­lern von Ex­tru­si­ons­li­ni­en, Werk­zeu­gen und Kom­plett­an­la­gen für die Pro­fi­lex­tru­si­on. Die Pro­duk­te des Welt­kon­zerns be­glei­ten das täg­li­che Le­ben, bei­spiels­wei­se als Jo­ghurt­be­cher auf dem Früh­stücks­tisch, als ge­müt­li­che Schaum­stoff­ma­trat­ze, in Form von Au­to- und Flug­zeug­sit­zen, als Blut­ent­nah­me­röhr­chen beim Arzt oder im Zu­ge der Pro­duk­ti­on von Kunst­stof­fFens­ter­rah­men. 1868 bis 1890: Kork­fer­ti­gung in der Ge­mischt­wa­ren­hand­lung. Ei­ne 1868 im deut­schen Nür­tin­gen ge­grün­de­te Ge­mischt­wa­ren­hand­lung ist der Ur­sprung der Gr­ei­ner Grup­pe. Der ge­lern­te Kauf­mann Carl Al­bert Gr­ei­ner und sei­ne Frau Emi­lie sind die Grün­der. Ab 1873 wird der fei­er­abend­li­che Zeit­ver­treib Carl Al­berts – die hän­di­sche Fer­ti­gung von Korkstop­fen für selbst fa­bri­zier­te So­da­was­ser­fla­schen – ein wich­ti­ges Un­ter­neh­mens­stand­bein. 1890 bis 1950: In die wei­te Welt hin­aus. Die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on der Fa­mi­lie Gr­ei­ner baut das Kern­ge­schäft mit Kork kräf­tig aus und zieht da­mit in die wei­te Welt hin­aus. Sie legt den Grund­stein der heu­ti­gen Kon­zern­zen­tra­le in Krems­müns­ter und streckt be­reits 1921 ih­re Füh­ler nach Über­see aus. 1950 bis 1970: Wirt­schafts­wun­der – Traum mit Schaum. Mit Pio­nier­geist er­schließt die Fa­mi­lie Gr­ei­ner ein neu­es Ge­schäfts­feld, in­dem bei di­ver­sen Pro­duk­ten erst­mals Schaum­stoff aus der ei­ge­nen Schäum­ma­schi­ne zum Ein­satz kommt. Ab 1953 star­tet zur Schaum­stoff- auch die Spritz­guss­pro­duk­ti­on und zieht ei­ne Re­vo­lu­ti­on im Ver­pa­ckungs­markt nach sich. 1970 bis 1990: Groß­in­ves­tor in ei­ge­ner Sa­che. Gr­ei­ner be­weist mit der mo­derns­ten Schäum­an­la­ge Eu­ro­pas in Krems­müns­ter und der mo­derns­ten Spritz­guss­an­la­ge für La­bo­rar­ti­kel in Fri­cken­hau­sen In­no­va­ti­ons­geist. Mit dem heu­te in Kran­ken­häu­sern und Arzt­pra­xen welt­weit gän­gi­gen Blut­ent­nah­me­sys­tem VACUETTE® ge­lingt der da­ma­li­gen Gr­ei­ner La­b­or­tech­nik ein gro­ßer Wurf, mit der Gr­ei­ner Ex­tru­si­on ver­schafft sich das Un­ter­neh­men ein wei­te­res Stand­bein. 1990 bis 2010: Go east, go west, go ever­yw­he­re. Nach dem Fall des Ei­ser­nen Vor­hangs ist Gr­ei­ner ei­nes der ers­ten Un­ter­neh­men, das in den eu­ro­päi­schen Os­ten ex­pan­diert. In­ter­na­tio­na­li­sie­rung wird groß­ge­schrie­ben und so wer­den in den USA, Bra­si­li­en und Thai­land Wer­ke er­öff­net. Seit 2010: Plas­tics for Life. Seit En­de der 2000er-Jah­re trägt mit Axel Küh­ner (2009) und Han­nes Mo­ser (2011) erst­mals ein fa­mi­li­en­frem­der Vor­stand die Ver­ant­wor­tung für das Un­ter­neh­men. Mit der „Plas­tics for Life“-Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie wird nach­hal­ti­ges Han­deln kon­zern­weit fest in der Un­ter­neh­mens­stra­te­gie ver­an­kert und auch die Glo­ba­li­sie­rung wird kon­se­quent vor­an­ge­trie­ben.

2017 er­ziel­te das Un­ter­neh­men mit über 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro den höchs­ten Um­satz sei­ner Un­ter­neh­mens­ge­schich­te und be­schäf­tig­te erst­mals mehr als 10.000 Mit­ar­bei­ter an 139 Stand­or­ten in 33 Län­dern welt­weit.

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