Bel­gi­en: Lu­ka­ku hellt die Stim­mung auf, Hen­ry ver­ab­schie­det sich

Die Presse am Sonntag - - Sport -

Brüs­sel. Den Schwung von der Welt­meis­ter­schaft hat Bel­gi­en in die neue Na­ti­ons Le­ague mit­ge­nom­men. Mit dem 2:1-Heim­er­folg über die Schweiz hat der WM-Drit­te zu­min­dest ei­nen Abend lang von den Ma­ni­pu­la­ti­ons­vor­wür­fen und Er­mitt­lun­gen in der na­tio­na­len Li­ga ab­ge­lenkt. „Ro­te Teu­fel: Die rus­si­sche Par­ty ist noch nicht vor­bei“, stell­te die Zei­tung „La Der­nie­re` Heu­re“er­leich­tert fest.

Von der seit Ta­gen lau­fen­den Ope­ra­ti­on „Sau­be­re Hän­de“der bel­gi­schen Be­hör­den ge­gen Spie­ler­be­ra­ter, Trai­ner und Schieds­rich­ter ha­be sich das Team nicht be­ein­flus­sen las­sen, sag­te Mit­tel­feld­spie­ler You­ri Ti­elem­ans nach dem hart er­ar­bei­te­ten Sieg in Brüs­sel. Die Mann­schaft sei mit der Vor­be­rei­tung und dem Spiel be­schäf­tigt ge­we­sen. Denn: „Das ers­te Heim­spiel nach der WM: Das willst du ge­win­nen“, be­ton­te der Pro­fi von AS Mo­na­co, wo der bis­he­ri­ge bel­gi­sche As­sis­tenz­coach Thier­ry Hen­ry künf­tig sein Trai­ner sein wird.

Der 41-jäh­ri­ge Hen­ry folgt beim der­zeit in der fran­zö­si­schen Li­gue 1 nur auf Platz 18 lie­gen­den Vi­ze­meis­ter auf Leo­nar­do Jar­dim, der we­gen der ak­tu­el­len Ne­ga­tiv­se­rie – in zwölf Pflicht­spie­len gab es in die­ser Sai­son nur ei­nen Sieg – ge­feu­ert wur­de. Im Vor­jahr hat­te der Por­tu­gie­se mit Mo­na­co noch den Meis­ter­ti­tel ge­holt und zahl­rei­che Spie­ler (Ky­li­an Mbap­pe,´ Ben­ja­min Men­dy, Ber­nar­do Sil­va, Tho­mas Le­mar oder Fa­bin­ho) zu in­ter­na­tio­na­len Stars ge­formt. Hen­ry („Ich bin sehr glück­lich, zu­rück zu Mo­na­co zu kom­men“) er­hielt ei­nen Ver­trag bis Som­mer 2021.

Ei­ni­ge St­un­den be­vor Mo­na­co die Ver­pflich­tung sei­nes eins­ti­gen Jung­stars be­kannt gab, lob­te Bel­gi­ens Na­tio­nal­trai­ner Ro­ber­to Mar­ti­nez noch, Hen­rys Kon­zen­tra­ti­on ha­be voll auf Bel­gi­en ge­le­gen. „Das klingt viel­leicht nach Kli­schee, ist aber so.“Der Spa­nier hat­te den be­vor­ste­hen­den Ab­schied des eins­ti­gen fran­zö­si­schen Welt- und Eu­ro­pa­meis­ters je­doch schon an­ge­deu­tet: „Er hat sehr viel für uns ge­tan, und ich bin stolz auf sei­ne Ar­beit bei den Ro­ten Teu­feln.“

Bel­gi­scher Match­win­ner ge­gen die Schweiz war Tor­jä­ger Rome­lu Lu­ka­ku mit sei­nem Dop­pel­pack in der 58. und 84. Mi­nu­te. Ma­rio Gav­ra­no­vic´ hat­te in der 76. Mi­nu­te den zwi­schen­zeit­li­chen Aus­gleich er­zielt.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.