SA­RAH FI­SCHER

Die Presse am Sonntag - - Leben -

Ath­le­tin in der Ge­schich­te des Lan­des. Der Welt­re­kord bei den Frau­en liegt bei 155 Ki­lo­gramm beim Rei­ßen und 193 Ki­lo­gramm beim Sto­ßen, die Män­ner schaf­fen in der Schwer­ge­wichts­klas­se (mehr als 105 Ki­lo­gramm Kör- per­ge­wicht) 220 bzw 263 Ki­lo­gramm. Beim Rei­ßen geht es dar­um, die Han­tel in ei­ner ein­zi­gen Be­we­gung vom Bo­den zur Hoch­stre­cke mit aus­ge­streck­ten Ar­men zu brin­gen. Das ist schwie­rig, des­we­gen lie­gen die ge­ris­se­nen Ge­wich­te weit un­ter den ge­sto­ße­nen. Beim Sto­ßen kann der Ath­let näm­lich noch ei­ne „Pau­se“ma­chen. Zu­erst geht die Han­tel bis auf die Schul­tern, erst dann wird sie mit ei­nem Stoß über den Kopf ge­ho­ben.

Frü­her gab es auch noch das Drü­cken, bei dem der He­ber das Ge­wicht zu­erst um­setzt und dann oh­ne Bein­ein­satz zur Hoch­stre­cke bringt. Die ex­tre­me Rü­cken­la­ge, die da­für not­wen­dig war, führ­te im­mer wie­der zu Ver­let­zun­gen, des­halb schaff­te man die­se Dis­zi­plin nach den Olym­pi­schen Spie­len 1972 ab. Apro­pos Ver­let­zun­gen: Rü­cken­pro­ble­me, Band­schei­ben­vor­fäl­le, Knie­ver­let­zun­gen – was man als Laie eben bei die­sen kör­per­li­chen Be­las­tun­gen ver­mu­ten wür­de – gibt es nur in Aus­nah­me­fäl­len. „Durch den Sport wird die Rü­cken­mus­ku­la­tur trai­niert, ich ken­ne kei­nen Ge­wicht­he­ber mit Rü­cken­pro­ble­men“, sagt Peya.

Da­für ist ein an­de­res Pro­blem ver­brei­tet: Man hilft in die­ser Sport­art gern mit nicht er­laub­ten Mit­teln nach – sie­he den 60 Ki­lo­gramm schwe­ren Bul­ga­ren. Vor zwei Jah­ren muss­te der Olym­pia­sie­ger im Ge­wicht­he­ben von 2008 und 2012, Il­ja Il­jin aus Ka­sach- 17-jäh­ri­ge Ge­wicht­he­be­rin

»Ich ken­ne kei­nen Ge­wicht­he­ber mit Rü­cken­pro­ble­men.«

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