Mu­sik und Ge­füh­le: Man liest es an den Au­gen ab

Die Pu­pil­len­grö­ße er­wei­tert sich, je emo­tio­na­ler die ge­hör­te Mu­sik ist.

Die Presse - - WISSEN & INNOVATION -

Un­se­re Pu­pil­len pas­sen sich nicht nur an Licht­be­din­gun­gen an, son­dern ih­re Grö­ße än­dert sich auch durch Emo­tio­nen, ge­dank­li­che An­stren­gun­gen oder se­xu­el­les In­ter­es­se. Psy­cho­lo­gen und Bio­lo­gen der Uni­ver­si­tät Wi­en und Innsbruck zeig­ten nun, dass auch Mu­sik die Grö­ße der Pu­pil­len bei Men­schen be­ein­flus­sen kann.

30 Pro­ban­den wur­den Kla­vier­stü­cke aus der Ro­man­tik vor­ge­spielt, sie muss­ten de­ren emo­tio­na­len Ge­halt im Fra­ge­bo­gen be­wer­ten: von „sehr fremd­ar­tig“, „ru­hig“, „er­regt“bis „sehr an­ge­nehm“. 30 wei­te­re Pro­ban­den hör­ten die­sel­ben Mu­sik­stü­cke, oh­ne zu wis­sen, wor­um es im Ex­pe­ri­ment ging. Sie wur­den mit­tels Eye­tra­cker ge­filmt, um die Pu­pil­len­grö­ße zu mes­sen.

Tat­säch­lich er­wei­ter­ten sich die Pu­pil­len stär­ker, je emo­tio­nal an­re­gen­der die Mu­sik war. „Es wur­den auch stär­ke­re Er­wei­te­run­gen bei Zu­hö­rern be­ob­ach­tet, die an­ga­ben, dass Mu­sik ei­ne wich­ti­ge Rol­le in ih­rem Le­ben spielt“, sagt Bru­no Gin­gras von der Uni­ver­si­tät Innsbruck. In Zu­kunft könn­te die Pu­pil­len­mes­sung hel­fen, un­be­wuss­te Emo­tio­nen beim Mu­sik­hö­ren zu er­ken­nen. (APA/vers)

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.