Der Ma­cron von 2013

Mat­thi­as Strolz hielt das Pro­jekt Ne­os un­ter Dampf – und auch sich selbst. Nun könn­te er da­für be­lohnt wer­den.

Die Presse - - NEWS - VON OLI­VER PINK

Mat­thi­as Strolz ist die Lo­ko­mo­ti­ve der Ne­os. Er hat das Pro­jekt 2013 an­ge­zo­gen und seit­her un­ter Dampf ge­hal­ten – wie auch sich selbst. Wenn es die Ne­os wie­der in den Na­tio­nal­rat schaf­fen – vi­el­leicht so­gar in die Re­gie­rung –, dann ha­ben sie es zum Gut­teil ihm zu ver­dan­ken.

Mat­thi­as Strolz war der Em­ma­nu­el Ma­cron des Jah­res 2013. Er hat da­mals Ri­si­ko ge­nom­men, sich von sei­ner an­ge­stamm­ten Par­tei, der ÖVP, ge­löst und et­was Ei­ge­nes auf die Bei­ne ge­stellt. Ei­ne li­be­ra­le Bür­ger­be­we­gung oh­ne vor­han­de­nen Par­tei­ap­pa­rat (wenn man von den Al­li­anz­part­nern LIF und Ju­nos ab­sieht). Und die kon­ser­va­ti­ver ge­wor­de­ne Spin­de­leg­ger-ÖVP ließ auch Raum da­für.

Und wi­der Er­war­ten scheint auch die in der An­mu­tung nun wie­der weit mo­der­ne­re ÖVP un­ter Se­bas­ti­an Kurz, mit dem Strolz so­gar über ei­ne ge­mein­sa­me Platt­form ver­han­del­te, der pin­ken Par­tei nicht zu scha­den. Die Ne­os ha­ben ih­ren Platz als ei­gen­stän­di­ge li­be­ra­le Kraft ge­fun­den. Nicht zu­letzt dank Mat­thi­as Strolz.

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