Ban­ken bie­ten Mil­lio­nen

Li­bor. Deut­sche Bank, HSBC und Ci­ti wol­len mit ei­nem Geld­an­ge­bot ei­ne Sam­mel­kla­ge bei­le­gen.

Die Presse - - FINANZEN -

Frankfurt/Lon­don/New York. Die Deut­sche Bank, die HSBC und die Ci­ti­group wol­len ei­ne Sam­mel­kla­ge in den USA we­gen der Ma­ni­pu­la­ti­on des In­ter­ban­ken­zins­sat­zes Li­bor mit ei­ner Mil­lio­nen­zah­lung bei­le­gen. Das größ­te deut­sche Fi­nanz­in­sti­tut hat zu­ge­stimmt, 80 Mio. Dol­lar zu zah­len, wie aus den am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Un­ter­la­gen ei­nes Bun­des­ge­richts in Man­hat­tan her­vor­geht.

Die Ci­ti­group zahlt dem­nach 33,4 Mio. Dol­lar und die HSBC 18,5 Mio. Dol­lar. Rich­te­rin Nao­mi Reice Buch­wald muss dies aber noch bil­li­gen, da­mit die Kla­ge von Ter­min­ge­schäf­tehänd­lern bei­ge­legt wer­den kann.

Hed­ge­fonds und an­de­re In­ves­to­ren hat­ten die Groß­ban­ken be- schul­digt, wäh­rend der Fi­nanz­kri­se von 2006 bis min­des­tens 2010 den Li­bor-Zins künst­lich nied­rig ge­hal­ten zu ha­ben, um ih­re Ge­win­ne nach oben zu trei­ben. Vom Li­bor hän­gen welt­weit di­rekt und in­di­rekt Trans­ak­tio­nen auf den Fi­nanz­märk­ten im Wert von 450 Bil­lio­nen Dol­lar ab.

2011 wur­den be­trü­ge­ri­sche Ma­ni­pu­la­tio­nen des Re­fe­renz­zins­sat­zes (Li­bor) im In­ter­ban­ken­ge­schäft auf­ge­deckt. Ins­ge­samt sol­len 20 Ban­ken be­tei­ligt ge­we­sen sein. Der Scha­den wur­de auf rund 17 Mrd. Dol­lar ge­schätzt. Ge­gen et­li­che Ban­ken wur­den be­reits mil­li­ar­den­ho­he Stra­fen ver­hängt, ei­ni­ge In­sti­tu­te ei­nig­ten sich auch mit den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den auf Ver­glei­che. (Reuters)

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