Schie­ße­rei vor NSA-Zen­tra­le

USA. Bei ei­ner Ein­fahrt nach Fort Mea­de, Sitz des Ge­heim­diensts NSA, wur­den drei Per­so­nen ver­letzt. Der Hin­ter­grund war vor­erst un­klar.

Die Presse - - WELTJOURNAL -

Just vor dem schon ar­chi­tek­to­nisch ziem­lich ehr­furcht­ge­bie­ten­den Haupt­quar­tier des US-Su­per­ge­heim­diens­tes NSA (Na­tio­nal Se­cu­ri­ty Agen­cy) in Fort Mea­de im Bun­des­staat Ma­ry­land an der At­lan­tik­küs­te ist es am Mitt­woch­vor­mit­tag (Orts­zeit) zu ei­ner Schie­ße­rei ge­kom­men. Da­bei sei­en drei Per­so­nen ver­letzt wor­den, hieß es sei­tens lo­ka­ler Me­di­en. Ei­ne Per­son wur­de fest­ge­nom­men.

Ers­te TV-Bil­der zeig­ten ein dun­kel la­ckier­tes SUV in der Nä­he ei­ner Ein­fahrt von Fort Mea­de, die Wind­schutz­schei­be wies Ein­schuss­lö­cher auf. Das Fahr­zeug stand am En­de ei­nes We­ges, der beid­seits von Blö­cken aus Be­ton bzw. ei­nem Zaun be­grenzt ist und zu ei­nem Gat­ter mit Wach­haus da­ne­ben führt. Bis Mitt­woch­abend ( MEZ) wur­de nicht be­kannt ge­ge­ben, ob die Schüs­se auf den Wa­gen von frem­den Per­so­nen au­ßer­halb des Ge­län­des oder vom Si­cher­heits­per­so­nal der Ge­heim­dienst­zen­tra­le ab­ge­ge­ben wor­den wa­ren. Ein Spre­cher von Fort Mea­de, das rund 48 Ki­lo­me­ter nord­öst­lich von Washington liegt, sag­te vor­erst we­nig zu dem Vor­fall; es sei al­ler­dings der High­way 32 bei Fort Mea­de ge­sperrt wor­den.

2015 hat­ten zwei Män­ner ver­sucht, in ei­nem Au­to durch ein Tor des Ge­län­des zu bre­chen. Po­li­zis­ten schos­sen, ei­ner der Män­ner starb. Spä­ter er­wies sich, dass sie nach ei­ner Par­ty in der Ge­gend noch un­ter Al­ko­hol- und/oder Dro­gen­ein­fluss ge­stan­den wa­ren und sich wo­mög­lich ver­fah­ren hat­ten.

Fort Mea­de ist be­nannt nach Ge­or­ge Gordon Mea­de (1815–1872), ei­nem Ge­ne­ral der US-Ar­mee, der im Ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg un­ter an­de­rem die Po­to­mac-Ar­mee führ­te. Das Fort, in des­sen rund 20 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßem Are­al samt da­zu­ge­hö­ren­den Wohn­ge­bie­ten rund 50.000 Men­schen le­ben, war un­ter an­de­rem Na­men 1917 als Aus­bil­dungs­ort der Ar­mee ge­grün­det wor­den, dar­un­ter für die Pan­zer­trup­pe. 1957 zog die NSA ein, es folg­ten wei­te­re Ein­rich­tun­gen im Be­reich ge­heim­dienst­li­cher Tä­tig­keit, lan­ge Zeit wa­ren hier auch weit rei­chen­de Luft­ab­wehr­ra­ke­ten sta­tio­niert. (ag.)

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