Hat zu­min­dest das et­was mit Ski­tou­ren zu tun?

Die Presse - - MENSCHEN/VERANSTALTUNGEN - VON JU­LIA NEUHAUSER E-Mails an: ju­lia.neuhauser@die­pres­se.com

J etzt, wo die Re­gie­rung bei ih­ren Ge­set­zes­vor­ha­ben auf In­ter­net-Pos­tings schielt, darf das auch der Sport­Club tun: „Ge­schätz­te Re­dak­teu­rin! Ich darf Ih­nen ver­ra­ten, dass das, was Sie hier be­schrei­ben mit Ski­tou­ren ge­nau gar nichts zu tun hat“, hat der Pos­ter na­mes „Sme­agol“zu­letzt un­ter mei­ne Ko­lum­nen ge­schrie­ben.

Mit­un­ter des­halb soll­te es dies­mal ei­ne an­spruchs­vol­le­re Rou­te fern­ab von prä­pa­rier­ten Pis­ten sein. Es ging ins Ge­säu­se na­he Ad­mont in der Ober­stei­er­mark. Am En­de des Johns­bach­tals vom Park­platz der Eb­ner­klamm geht die Tour auf das Hoch­häusl los. Die ers­ten Me­ter füh­ren durch die Klamm. Wäh­rend man hin­auf­stapft, rauscht rechts ne­ben ei­nem das Was­ser hin­un­ter, links hän­gen die Rie­sen­eis­zap­fen von den schrof­fen Fels­wän­den. Mit Ski­ern geht es Schritt für Schritt durch zwei Felstun­nel und über ei­nen klei­nen, kla­ren Bach bis in ei­nen Wald. Lässt man die­sen hin­ter sich, fällt der Blick auf ei­ne weit­läu­fi­ge Hü­gel­land­schaft. Die Schnee­kris­tal­le glit­zern in der Son­ne und das um­lie­gen­de Berg­pan­ora­ma schreit nach ei­ner Fo­to­pau­se. Hier kann noch ein­mal durch­ge­schnauft wer­den. Die an­stren­gen­de­ren Pas­sa­gen war­ten näm­lich noch. Es geht wie­der in den Wald und erst­mals müs­sen auch Spitz­keh­ren (sie er­mög­li­chen in stei­lem Ge­län­de den Rich­tungs­wech­sel) ge­macht wer­den. Bald ist die Baum­gren­ze über­schrit­ten und der lang­er­sehn­te Gip­fel wird sicht­bar. Es trennt ei­nen nur noch ein brei­ter Tief­schnee­hang (sie­he Fo­to) da­von. Nach rund zwei St­un­den und 30 Mi­nu­ten stand die Grup­pe am Berg­kamm auf rund 2000 Me­tern und durf­te sich auf die Ab­fahrt freu­en.

Schon am Gip­fel­hang wird der lan­ge Auf­stieg mit Pul­ver­schnee be­lohnt. Im Wald wird die Schnee­de­cke et­was här­ter. Das macht es schwe­rer, zwi­schen den Bäu­men hin und her zu schwin­gen. Die letz­ten Hö­hen­me­ter kön­nen auf ei­nem Zieh­weg zu­rück­ge­legt wer­den. Es geht mit den Ski­ern bis zum Park­platz. Für mich war das der In­be­griff ei­ner Ski­tour. Lie­ber „Sme­agol“, bit­te sa­gen Sie mir, dass das auch für Sie et­was da­mit zu tun hat.

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