Pre­mie­re für zwei Le­bens­mü­de

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von Man Ray und sei­ner Mu­se Ki­ki de Mont­par­nas­se des hei­ßen Ju­li 1928. Wie kaum ein an­de­rer ha­be Man Ray mit sei­nem „in­ter­me­dia­len Ide­en­reich­tum un­se­re All­tags­kul­tur zwi­schen Mo­de und Mu­sik­vi­de­os, Kos­me­tik und In­te­ri­or De­sign bis heute ge­prägt“. Selbst Man RayF­reun­din Frie­de­ri­ke May­rö­cker war ge­kom­men. Und auch ein mo­der­ner Grenz- gän­ger: Der ka­na­di­sche Per­for­mance­künst­ler Rick Ge­nest, der sei­nen Kör­per mit dem Mo­tiv ei­ner Lei­che tä­to­wie­ren ließ. Beim Schrei­ben des Dreh­buchs, er­zählt Re­gis­seur Mi­guel Alex­and­re, ha­be er ein­mal ge­lang­weilt durchs Fern­se­hen ge­zappt, weil ihm par­tout nie­mand ein­fal­len woll­te für die Rol­le des Mi­s­an­thro­pen, „den man auch noch ger­ne hat“. Und stieß da­bei just auf „Ha­der spielt Ha­der“– ges­tern fei­er­ten die bei­den im Gar­ten­bau­ki­no die Pre­mie­re ih­rer in Amsterdam spie­len­den Tra­gi­ko­mö­die über zwei Le­bens­mü­de, „Ar­thur & Clai­re“. Nur letz­te­re, Han­nah Ho­ek­s­tra, fehl­te pro­ben­be­dingt.

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