Wi­en wird ei­ne Stadt der Na­men­lo­sen

Die Presse - - 24 STUNDEN -

Die Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) führt nun zu ku­rio­sen Aus­wir­kun­gen: In den Am­bu­lan­zen der Spi­tä­ler oder in Arz­t­or­di­na­tio­nen dürf­ten Pa­ti­en­ten ge­nau ge­nom­men nicht mehr beim Na­men auf­ge­ru­fen werden; in den War­te­zim­mern von Äm­tern so oder so nicht; nun müs­sen in Wi­en bei al­len 2000 Ge­mein­de­bau­ten mit 220.000 Woh­nun­gen die Na­mens­schil­der an den Klin­gel­bret­tern durch neu­tra­le Num­mern er­setzt werden. Bis Jah­res­en­de soll die­se An­ony­mi­sie­rung ab­ge­schlos­sen sein.

Streng nach dem Da­ten­schutz­ge­setz müss­ten auch die Na­men auf Ge­nos­sen­schafts- und an­de­ren Woh­nun­gen ge­gen Num­mern aus­ge­tauscht werden.

Wenn ein Mie­ter die Num­mer ge­gen sei­nen Na­men aus­tau­schen will, darf er das.

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