Ge­gen Na­zis

Als Leh­re aus der Ge­schich­te wird Wie­der­be­tä­ti­gung strikt ge­ahn­det.

Die Presse - - WIEN -

Wer na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ge­dan­ken auch nur kund­tut, muss mit ein bis zehn Jah­ren Haft rech­nen, bei be­son­de­rer Ge­fähr­lich­keit so­gar mit bis zu 20 Jah­ren. Es sind stren- ge Stra­fen, die das Ver­bots­ge- setz vor­sieht. Sank­tio­nen, die jeg­li­ches Wie­der­auf­flam­men des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ver­hin­dern sol­len.

Be­reits am 8. Mai 1945 hat­te die pro­vi­so­ri­sche Staats­re­gie­rung das Ge­setz be­schlos­sen, 1947 wur­de es no­vel­liert, 1992 wei­ter ver­schärft. FPÖ-Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin Bar­ba­ra Ro­sen­kranz stell­te im Jahr 2010 das Ge­setz teils in­fra­ge, weil es die Mei­nungs­frei­heit ein­schrän­ke, ru­der­te aber bald dar­auf zu­rück. Kri­tisch ge­se­hen wird aber auch von Ju­ris­ten, dass Tat­be­stän­de im Ge­setz („im na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Sinn be­tä­tigt“) recht un­be­stimmt ge­fasst sind. (aich)

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