Die Mit­gift war be­schei­den, Si­si brach­te nur 850.000 Eu­ro in die Ehe ein

Geschichte - - VERLOBUNG AUF DEN ERSTEN BLICK -

Nach Si­sis über­ra­schen­der­ver­lo­bung muss­te in kur­zer Zeit­der „Trous­seau“, die Aus­steu­er, zu­sam­men­ge­stellt wer­den. Denn ei­ne kai­ser­li­che Braut hat­te tra­di­tio­nell ei­ne kom­plet­te Gar­de­ro­be so­wie aus­rei­chend Schmuck, Gold und Sil­ber in die Ehe mit­zu­brin­gen.

Si­sis Aus­steu­er­lis­te ist heu­te noch er­hal­ten, auf vie­len Sei­ten ist auf­ge­lis­tet, wel­che Gar­de­ro­be die Kai­se­rin nach Wi­en mit­brach­te: Es wa­ren 17 so­ge­nann­te „Putz­klei­der“(Klei­der, die zu fest­li­chen­an­läs­sen ge­tra­gen wur­den), 4 Ball­klei­der, 14 Sei­den­klei­der, 19 som­mer­li­che Ta­ges­klei­der, 16 Hü­te, 13 Män­tel und Um­hän­ge, 12 Paar Schu­he und Stie­fel, 20 Hand­schu­he, 14 Dut­zend Un­ter­hem­den, 6 Dut­zend Un­ter­rö­cke und 5 Dut­zend Bein­klei­der (Un­ter­ho­sen). Als Mit­gift er­hielt Si­si zur Hoch­zeit von ih­rem Va­ter 50.000 Gul­den (um­ge­rech­net rund 850.000 Eu­ro), für kai­ser­li­che­ver­hält­nis­seeine recht be­schei­de­ne Sum­me. Zum Ver­gleich: Die Bräu­te des Kron­prin­zen von Preu­ßen und des Kron­prin­zen von Würt­tem­berg, die zeit­gleich hei­ra­te­ten, brach­ten die zehn­fa­che Mit­gift, die Brau­t­el­tern wa­ren al­ler­dings auch die re­gie­ren­den Mon­ar­chen von Groß­bri­tan­ni­en und Russ­land.

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