Der Tod der klei­nen So­phie Frie­de­ri­ke – ein le­bens­lan­ges Trau­ma

Geschichte - - ERSTE EHEJAHRE, KRISE & FLUCHT -

Es ist ei­nes der be­rüh­rends­ten Bil­der aus dem per­sön­li­chen Nach­lass­von­sisi und Franz­jo­seph, da­saqua­rell ih­rer klei­nen­to­ten­toch­terso­phie. Das erst­ge­bo­re­ne Töch­ter­chen er­krank­te wäh­rend der ge­mein­sa­men Un­garn­rei­se des Kai­ser­paa­res plötz­lich schwer. Wahr­schein­lich han­del­te es sich um­ty­phus, die mit­rei­sen­den Ärz­te konn­ten aber we­der ei­ne ex­ak­te Dia­gno­se stel­len noch das klei­ne Mäd­chen ret­ten. Am 29. März 1857 abends starbso­phie, sie wur­de nur zwei Jah­re und drei Mo­na­te alt. Die 19-jäh­ri­ge Si­si ver­fiel nach dem Tod ih­res Kin­des in ei­ne schwe­re De­pres­si­on. Sie zog sich völ­lig zu­rück, aß nichts mehr und brauch­te lan­ge, be­vor sie sich wie­der in ei­nem ge­re­gel­ten All­tag zu­recht­fand. Das Trau­ma über den Ver­lust ih­rer klei­nen Toch­ter mar­kiert den Be­ginn­ei­ner jah­re­lan­gen per­sön­li­chen Kri­se Eli­sa­beths. Das Bild der klei­nen So­phie hing bis zu Franz Jo­sephs Tod im Jahr 1916 in den Pri­vat­ge­mä­chern des Kai­ser­paa­res.

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