SI­SIS „WIE­NER TAILLE“

Geschichte - - SISIS MODEGEHEIMNISSE -

KORSETTE ge­hör­ten zur mo­di­schen Gr­und­aus­stat­tung; je­de Da­me wur­de vor dem An­klei­den „ge­schnürt“, was bis zu ei­ner St­un­de dau­ern konn­te. Ei­ne mög­lichst schma­le Taille galt als Schön­heits­ide­al, und kei­ne hat­te ei­ne schmä­le­re Taille als Si­si. Ihr Tail­len­um­fang be­trug nur le­gen­dä­re 50 cm. Doch Si­si emp­fand sich noch im­mer­mer nicht als schmal ge­nug. Um noch schmä­ler zu wir­ken, er­fand sie des­shalb die „Wie­ner

Taille“. Da­bei wur- de die brei­te Sei­te des Schnür­mie­ders ver­kehrt an­ge­legt, Si­si al­so seit­lich ge­schnürt. Der Ef­fekt: Wirkt man in der Re­gel von der Sei­te aus ge­se­hen schmä­ler, so ist es bei die­ser Schnür­wei­se um­ge­kehrt: Die Vor­der­an­sicht ist schmä­ler als die Sei­ten­an­sicht – Si­sis Taille sah von vor­ne nun noch schmä­ler aus, als sie be­reits war. Eli­sa­beths Ko­kor­set­te wa­ren aus Se ei­de und Moi­ré und w wur­den in Pa­ris ext tra für die Kai­se­rin ge efer­tigt. Die Kai­se­rin trug sie nur we­ni­ge Wwo­chen, da­nach wur­de en sie aus­sor­tiert.

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