Kei­ne Braut in Weiß

Geschichte - - SISIS MODEGEHEIMNISSE -

Si­si war kei­ne klas­si­sche Braut in Weiß. Das wei­ße Braut­kleid be­gann sich zu Eli­sa­beths Zei­ten erst lang­sam durch­zu­set­zen, viel üb­li­cher wa­ren da­mals in roya­len Krei­sen Braut­klei­der in Gold-sil­ber-op­tik. Von Si­sis Braut­kleid ist heu­te nur mehr die Schlep­pe er­hal­ten, die mit Sti­cke­rei­en aus hauch­fei­nen, ech­ten Gold­fä­den ver­ziert war. Das Braut­kleid selbst war aus fei­nem Moi­ré-stoff ge­fer­tigt und mit Sil- ber­sti­cke­rei aus Blät­tern und Blü­ten über­sät. Es wur­de nach der Hoch­zeit der Wall­fahrts­ba­si­li­ka Ma­ria Ta­ferl in Nie­der­ös­ter­reich ge­spen­det. Die rei­che Sil­ber­sti­cke­rei des Braut­klei­des wur­de vor­sich­tig ab­ge­nom­men und auf ei­nen Ve­sper­man­tel auf­ge­tra­gen, der jahr­zehn­te­lang von den Pries­tern als Mess­ge­wand Ver­wen- dung fand. Auch der gol­de­ne Braut­schmuck wur­de ge­spen­det. Si­si trug an ih­rem Hoch­zeits­tag kei­nes der üp­pi­gen Dia­man­ten-sets der Habs­bur­ger, son­dern ei­nen fi­li­gra­nen Blü­ten­kranz aus Gold­ge­spinst mit da­zu pas­sen­den Haar­käm­men und ei­ner Bro­sche. Als Braut­strauß hat­te Si­si ein Bou­quet aus wei­ßen Ro­sen.

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