KAI­SE­RIN ELI­SA­BETH – die dis­tan­zier­te Mut­ter

Geschichte - - DER UNANGEPASSTE KRONPRINZ -

Das­ver­hält­nis zwi­schen Ru­dolf und sei­ner Mut­ter war von An­fang an ex­trem schwie­rig. Die Ge­burt Ru­dolfs fiel in die gro­ße Le­bens­kri­se Eli­sa­beths: Sie hat­te die Trau­er über den­tod ih­res ers­ten Kin­des noch nicht über­wun­den, ih­re Ehe be­fand sich in ei­ner Kri­se, und als Ru­dolf zwei Jah­re alt war, ver­ließ die Kai­se­rin für fast zwei Jah­re ih­re Fa­mi­lie und hielt sich vor­wie­gend im Aus­land auf. Die Kai­se­rin war mit ih­ren ei­ge­nen Pro­ble­men und Ge­müts­ver­fas­sun­gen be­schäf­tigt und merk­te nicht, wie sehr sich ihr Sohn nach ih­rer müt­ter­li­chen Für­sor­ge sehn­te. Die Be­zie­hung zwi­schen Mut­ter und Sohn hat­te kei­ne sta­bi­le Ba­sis. Als Ru­dolf er­wach­sen war, schwank­te er zwi­schen über­schwäng­li­cher­ver­eh­rung und kom­plet­ter Ab­leh­nung der Le­bens­wei­se sei­ner Mut­ter. Nä­her ge­kom­men sind sie sich bis zu sei­nem­tod nicht mehr.

„Die ho­he Frau küm­mert sich nur um den Sport.“

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