JO­SEF BRAT­FISCH – der Fia­ker, der al­les wuss­te

Geschichte - - FATALE AFFÄRE -

Der­wie­ner Fia­ker un­d­wie­ner­lied-sän­ger­jo­sef Brat­fisch – in der Fia­ker­sze­ne we­gen sei­ner Lei­bes­fül­le als „’s No­ckerl“be­kannt – war ein en­ger Ver­trau­ter von Kron­prinz Ru­dolf.

Für heik­le­auf­trä­ge und für Fuh­ren, die nicht be­kannt wer­den soll­ten, griff der Kron­prinz aus­schließ­lich auf Jo­sef Brat­fisch zu­rück, der nicht im Hof­dienst stand, son­dern bei ei­nem pri­va­ten Fia­ker­be­trieb an­ge­stellt war. Ru­dolf be­such­te Jo­sef Brat­fisch so­gar in des­sen Vor­stadt­woh­nung, ließ sich­von Brat­fischs Frau mit­selbst­ge­mach­tem Lip­tau­er und Rost­bra­ten­ver­wöh­nen und hat­dem Fia­ker an­geb­lich so­gar­das Du-wort an­ge­bo­ten. Nach Ru­dolfs­tod wur­de Brat­fisch vom Kai­ser mit ei­nem ho­hen Schwei­ge­geld ab­ge­fun­den. Brat­fisch lehn­te al­le lu­kra­ti­ven An­ge­bot aus­län­di­scher Zei­tung ab und starb drei Jah­re nach dem Kron­prin­zen. Dem­wunsch­des Ho­fes, sich imaus­land nie­der­zu­las­sen, kam Jo­sef Brat­fisch nicht nach.

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