MA­RIE LA­RISCH - Si­sis Lieb­lings­nich­te ist ei­ne Schlüs­sel­fi­gur des Mayerling-fal­les

Geschichte - - FATALE AFFÄRE -

Sie selbst hat sich im­mer als Sün­den­bock der Mayerling-tra­gö­die be­trach­tet und bis an ihr Le­bens­en­de ver­sucht, sich für ihr Ver­hal­ten im Mayerling-dra­ma zu recht­fer­ti­gen.

Grä­fin Ma­rie La­risch wur­de vom Wie­ner Hof ver­bannt, nach­dem ih­re Rol­le in der fa­ta­len Af­fä­re be­kannt ge­wor­den ist, und ver­lor so­gar ih­re ge­sell­schaft­li­che Stel­lung.

Die hüb­sche Ma­rie war die Lieb­lings­nich­te von Kai­se­rin Eli­sa­beth, sie war diet­och­ter ih­res äl­tes­ten Bru­ders aus der Ver­bin­dung mit ei­ner Schau­spie­le­rin. Die Kai­se­rin nahm die Nich­te un­ter ih­re Fit­ti­che, ver­half der un­eben­bür­ti­gen Ma­rie zu ei­ner ge­sell­schaft­li­chen Stel­lung und ar­ran­gier­te so ei­ne Ehe mit ei­nem rei­chen Gra­fen, um Ma­rie ab­zu­si­chern. Von Ma­rie La­rischs Rol­le in der Mayerling-af­fä­re er­fuh­ren Kai­ser und Kai­se­rin nur zu­fäl­lig: Der Kron­prinz hat­te kurz vor sei­nem Tod bei ei­nem Ma­ler ein Bild von sich zu Pferd be­stellt und im Ate­lier sei­nen Uni­form­rock zu­rück­ge­las­sen. Der Ma­ler brach­te die Uni­form nach Ru­dolfs Tod zu­rück. In der Blu­se fand sich ein Brief der Grä­fin La­risch an Ru­dolf mit kom­pro­mit­tie­ren­dem In­halt, der dem Kai­ser über­ge­ben wur­de. Dar­auf­hin fiel die eins­ti­ge Lieb­lings­nich­te bei Hof in Ungna­de und wur­de nie mehr emp­fan­gen.

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