ZEUGENBEFRAGUNGEN – WO SIND DIE PRO­TO­KOL­LE?

Geschichte - - DIE HOFKOMMISSION -

In den ers­ten drei Ta­gen wur­den die wich­tigs­ten Zeu­gen ver­nom­men. Doch bis heu­te konn­te nie­mand die Pro­to­kol­le ein­se­hen. Wur­den sie ver­nich­tet?

Es sind vor al­lem zwei Zeu­gen, von de­ren Aus­sa­gen man sich we­sent­li­che Hin­wei­se zum En­de des Kron­prin­zen ver­sprach und die so­fort nach der Ka­ta­stro­phe be­fragt wur­den: Ru­dolfs Leib­fia­ker Jo­sef Brat­fisch und die Halb­welt­da­me Miz­zi Cas­par. Der Fia­ker wur­de gleich mehr­mals ver­hört. Aus den Ver­hö­ren sind zu­min­dest ei­ni­ge De­tails be­kannt ge­wor­den: Brat­fischs Aus­sa­ge zur Af­fä­re zwi­schen Ru­dolf und Ma­ry, über wel­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le der In­for­ma­ti­ons­aus­tausch der bei­den lief und wel­che Auf­trä­ge Ru­dolf Brat­fisch für die Fahrt nach Mayerling gab. Auch Miz­zi Kas­par wur­de be­fragt, aus die­sem Ver­hör ist aber gar nichts nach au­ßen ge­drun­gen. Es gab im­mer wie­der Ver­mu­tun­gen, dass die bei­den Ge­sprächs­pro­to­kol­le beim gro­ßen Jus­tiz­pa­last­brand des Jah­res 1927 dem Feu­er zum Op­fer ge­fal­len sind. Oder wur­den ge­ra­de die Aus­sa­gen die­ser bei­den wich­ti­gen Zeu­gen be­wusst ver­nich­tet, um even­tu­el­le spä­te­re Er­mitt­lun­gen zu ver­hin­dern?

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