WOW!

Leo­pold Mu­se­um: Die­sen Af­fen (und mehr) müs­sen Sie se­hen

Heute - Niederösterreich Ausgabe - - Vorderseite - von Ma­ria Dor­ner

„Heu­te“: 170 Wer­ke aus 100 Jah­ren Welt­kunst. Wo ist Ihr WOW-Mo­ment am stärks­ten?

Huss­lein: In die­ser Aus­stel­lung ist al­les WOW. Wer hier her­ein­kommt, dem geht das Herz auf.

„Heu­te“: Sie be­glei­ten die Samm­le­rin seit Jahr­zehn­ten beim Zu­sam­men­tra­gen ih­rer Schät­ze. Wel­cher Kauf war der prä­gends­te?

Huss­lein: Die ers­te gro­ße Auk­ti­on in Lon­don, 1994. Ich war Ge­schäfts­füh­re­rin von Sothe­by’s Ös­ter­reich, so ka­men wir zu- sam­men. Frau Go­ëss-Hor­ten bot am Te­le­fon. Ihr war es im­mer wich­tig, nicht in Er­schei­nung zu tre­ten, und sie er­stei­ger­te da­mals 34 Wer­ke. Al­le schau­ten auf das klei­ne Mäd­chen aus Ös­ter­reich, das kaum wer kann­te. Un­glaub­li­che Ge­schich­ten wur­den da ge­spon­nen, bis zum Ma­fia­boss, der al­les ge­kauft hat. Das stand so­gar in der „New York Ti­mes“.

„Heu­te“: Er­ken­nen Sie Trends? Oder ist das Wort fehl am Platz, da es hie­ße, dass sich ei­ne Kunst-

ken­ne­rin Mo­de­trends hin­gibt?

Huss­lein: Kein Trend. Ihr per­sön­li­cher Ge­schmack ist ma­ni­fest, aber es ist ei­ne sehr qua­li­täts­vol­le Samm­lung. Von Fon­ta- na et­wa hat sie gan­ze Werk­blö­cke aus di­ver­sen Schaf­fens­pha­sen. Das macht die Pro­fund­heit aus. Ich ha­be ihr die Wer­ke emp­foh­len, aber die fi­na­le Ent­schei­dung lag im­mer bei ihr.

„Heu­te“: Ist die­ser Kli­max der Kunst – die Wer­ke sind ja erst­mals öf­fent­lich zu­gäng­lich – für Sie auch ei­ne Art Schluss­strich un­ter die Que­re­len in der Cau­sa Bel­ve­de­re (Huss­lein wur­de 2016 we­gen Com­p­li­an­ce-Ver­stö­ßen als Di­rek­to­rin ab­ge­setzt, die Un­treue-Er­mitt­lun­gen sind mitt­ler­wei­le aber ein­ge­stellt, Anm.)?

Huss­lein: Ich freue mich. Und es ist na­tür­lich auch die Be­stä­ti­gung, dass ich ein gu­tes Au­ge für mei­ne Emp­feh­lun­gen hat­te. Wir wa­ren ein kon­ge­nia­les Team!

Rie­sen-Af­fe aus der Samm­lung von Mil­li­ar­dä­rin Hei­di Hor­ten

„Das ist un­ser Freund, der Af­fe“: 40 Jah­re schuf das Pa­ri­ser Künst­ler-Ehe­paar Lal­an­ne mit­und ne­ben­ein­an­der sur­rea­le Tierskulp­tu­ren. François’ Af­fe kam mit dem Ha­sen von Clau­de.

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