120 Eu­ro Stra­fe für ( k)ein Bier trin­ken

■ Wie­ner (Do­se zu) ge­gen Po­li­zei (Do­se of­fen) ■ Das Pra­ter­stern-Du­ell

Heute - Niederösterreich Ausgabe - - Nr.1heute - Von Mar­kus Ho­fer

Neue Wen­de im Fall um die ob­szö­nen Mails an die Ex-Grü­ne Si­gi Mau­rer: Der Rich­ter ist da­von über­zeugt, dass ihr Pro­zess­geg­ner ge­lo­gen hat, und schal­tet die Staats­an­walt­schaft ein.

Die (nicht rechts­kräf­ti­ge) Ver­ur­tei­lung Mau­rers we­gen üb­ler Nach­re­de ließ vie­le vor Wut über­schäu­men. Nur ei­nen nicht: je­nen Bier­wirt, der die Ex-Grü­ne ge­klagt und in ers­ter In­stanz Er­folg hat­te.

Doch für den Gers­ten­saf­tG­reiß­ler könn­te es bald bit­ter wer­den. Schon bei der Ur­teils­be­grün­dung hat­te Rich­ter Ste­fan Apos­tol klar­ge­macht, dass er dem Klä­ger nicht glau­be. Es wä­re aber nicht nach­zu-

Rat Apos­tol

wei­sen ge­we­sen, dass der Wirt die ekel­haf­ten Mails per­sön­lich ver­schickt ha­be.

Nun be­kräf­tig­te Rich­ter Apos­tol sei­ne Zwei­fel. Er will die Staats­an­walt­schaft ein­schal­ten. De­ren Auf­ga­be ist es zu prü­fen, ob der 40-Jäh­ri­ge un­ter Wahr­heits­pflicht tat­säch­lich falsch aus­ge­sagt hat. Ist dem so und es kommt zur An­kla­ge, dro­hen dem Gas­tro­no­men drei Jah­re Haft.

Laut An­walt Micha­el Rami wür­de ei­ne Ver­ur­tei­lung we­gen Fal­sch­aus­sa­ge aber „nicht zwin­gend“das Ur­teil ge­gen Mau­rer be­ein­flus­sen

Mau­rer vor Ge­richt: nun droht Klä­ger An­kla­ge

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