„Ich woh­ne in ei­ner Hal­te­stel­le“

Was Wie­ner Künst­le­rin uns da­mit sa­gen will

Heute - Wien Ausgabe - - Vorderseite -

Sie kocht, isst, liest und ent­spannt – so­fern das un­ter dau­ern­der Be­ob­ach­tung mög­lich ist: Seit ges­tern wohnt die Wie­ne­rin Bar­ba­ra Un­ge­pflegt zwei Wo­chen lang in ei­nem glä­ser­nen Zu­bau der 5B-Bus­hal­te­stel­le am Wal­len­stein­platz (Bri­git­ten­au). Pas­san­ten kön­nen sie in ih­rer Mi­ni-Woh­nung be­ob­ach­ten und be­su­chen. Viel Platz gibt’s nicht: Ei­ne klei­ne Kü­che mit Spül­be­cken, ein Tisch und ein aus­zieh­ba­res So­fa las­sen nicht ge­ra­de Ge­müt­lich­keit auf­kom­men. Die Kunst-Ak­ti­on ist kein Spaß. Un­ge­pflegt will Kri­tik an so­zia­len Me­di­en und Airb­nb üben. Und: „Es gibt vie­le Menschen, die kein Zu­hau­se ha­ben. Sämt­li­che Park­bän­ke in Wi­en wer­den mit Ver­stre­bun­gen ver­bar­ri­ka­diert, da­mit sich nie­mand hin­le­gen kann. Wenn man da­mit das Pro­blem der Ob­dach­lo­sig­keit lö­sen will, dann ist das nur Kos­me­tik und nicht ei­ne Lö­sung“, sagt die Künst­le­rin

Glas­fens­ter, Vor­hän­ge für et­was Pri­vat­sphä­re: schö­ner woh­nen mit Bar­ba­ra Un­ge­pflegt

Künst­le­rin Bar­ba­ra Un­ge­pflegt in ih­rer Hal­te­stel­len-Woh­nung am Wal­len­stein­platz

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