Gas­ex­plo­si­ons-Op­fer rann­ten um ihr Le­ben

Heute - Wien Ausgabe - - WienHeute - von C. Zie­chert u. S. Her­tel

D ra­ma­ti­sche Sze­nen am Mitt­woch um 21 Uhr in Fa­vo­ri­ten: Im 1. Stock ei­nes Wohn­hau­ses in der La­xen­bur­ger Stra­ße ex­plo­dier­ten zwei Gas­kar­tu­schen. Die An­rai­ner flüch­te­ten in To­des­angst. Die Nach­we­hen des Un­glücks sind noch zu se­hen – und zu rie­chen: Bei­ßen­der Brand­ge­ruch schlägt den Be­woh­nern des Hau­ses der­zeit (noch) ent­ge­gen. „Wir wa­ren ge­ra­de im Bett, als wir ei­nen lau­ten Knall hör­ten. Der Bo­den hob sich, dann gab es ei­nen zwei­ten Knall und je­mand schrie: ,Raus, raus, das Haus ex­plo­diert‘“, er­zählt Ra­di S. (55), der mit sei­ner Frau Mi­li­ca (47) genau über der Ex­plo­si­ons­woh­nung wohnt. Die Druck­wel­le war so ge­wal­tig, dass drei Fens­ter samt Fens­ter­stock auf die Stra­ße ge­schleu­dert wur­den. „Wir ha­ben ge­glaubt, dass es ei­ne Bom­be ist und sind im Py­ja­ma und bar­fuß ins Freie ge­lau­fen“, so Ra­di S. Der 55-Jäh­ri­ge und sei­ne Gat­tin blie­ben un­ver­sehrt – eben­so die Mie­te­rin der Woh­nung, ei­ne äl­te­re Da­me, die zum Un­glücks­zeit­punkt nicht zu Hau­se war. Zehn Be­woh­ner wur­den ver­letzt, zwei da­von er­lit­ten ei­ne leich­te Rauch­gas­ver­gif­tung. Auch die im Erd­ge­schoß lie­gen­de Apo­the­ke wur­de in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen. Ur­sa­che der Ex­plo­si­on war ein in Brand ge­ra­te­nes Kü­chen­ge­rät, das die Gas­kar­tu­schen ent­zün­det hat­te

Nach­barn: Ra­di (55) und Mi­li­ca S. (47)

Die Woh­nung im 1. Stock ge­riet in Brand.

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