Seit wann gibt es den Be­griff „He­xe“?

Hexen & Vampire - - DAS HEXEN-EINMALEINS -

Die Her­kunft des Wor­tes „He­xe“ist bis heu­te nicht ganz ge­klärt. Si­cher ist nur, dass es zu Be­ginn der He­xen­ver­fol­gung noch nicht ver­wen­det wur­de. Man sprach statt­des­sen von ei­ner „Un­hol­din“oder ei­ner Zau­be­rin. In al­ten Schrif­ten fin­den sich manch­mal auch die Be­zeich­nun­gen „Man­tel­fah­re­rin“oder „Ga­bel­schmie­rin“. Bei­de Be­grif­fe stam­men da­von ab, dass man He­xen un­ter­stell­te, mit­hil­fe von ver­zau­ber­ten Ge­gen­stän­den flie­gen zu kön­nen: Die Man­tel­fah­re­rin flog durch ih­ren Zau­ber­man­tel, die Ga­bel­schmie­rin be­strich ih­ren Be­sen vor dem nächt­li­chen Ritt mit Flug­s­al­be. Das Wort „He­xe“geht wahr­schein­lich auf das alt­hoch­deut­sche „Ha­ga­zussa“zu­rück, das „Zaun­rei­te­rin“be­deu­tet. Ge­meint ist da­mit ein dä­mo­ni­sches We­sen, das auf Gar­ten­zäu­nen und He­cken sitzt, die Na­tur­kräf­te für sich nutzt und Ein­flu ssa uf das Wohl der Men­schen neh­men kann. Das Wort „Zaun­rei­te­rin“sym­bo­li­siert wohl die Gren­ze zwi­schen der rea­len, ge­ord­ne­ten und der ge­fähr­li­chen Geis­ter­welt und zwi­schen Wild­nis und Zi­vi­li­sa­ti­on. Wann sich das mo­der­ne Wort „He­xe“im deut­schen Sprach­ge­brau chd urch­ge­setzt hat, liegt bis heu teimd un­keln.

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