Ei­weiß

Un­se­re Haut, un­se­re Mus­keln, aber auch un­ser Geist, un­ser Ge­müts­zu­stand und das Im­mun­sys­tem – sie al­le brau­chen die es­sen­ti­el­len Ami­no­säu­ren. Pro­te­ine bil­den nun ein­mal die ele­men­ta­ren Baustei­ne al­len Le­bens.

Iss Dich Jung! - - INHALT -

Über die ele­men­ta­ren Baustei­ne für un­se­re Zel­len, die Im­mun­ab­wehr und un­ser Ner­ven­sys­tem

viel­leicht ist es Ih­nen schon ein­mal auf­ge­fal­len: Nuss-es­ser sind meist schlan­ke Men­schen. Das liegt dar­an, dass die Ker­ne von Ha­sel- und Wal­nüs­sen, Pis­ta­zi­en und Cas­hews schon in klei­nen Men­gen sät­ti­gend wir­ken.

Ei­ne Stu­die der Uni­ver­si­tät Cam­bridge, w o1 20.000 Män­ner und Frau­en un­ter­such twu rden, hat aber noch viel mehr se­gens­rei­che Wir­kun­gen nach­ge­wie­sen: Schon ein paar Por­tio­nen pro Wo­che schüt­zen vor Herz­in­fark tu nd Schlag­an­fall, sen­ken das Ri­si­ko von Dia­be­tes, Bauch­spei­chel­drü­sen­krebs und Er­kran­kun­gen des Dick­darms.

Vo r al­lem aber ver­so rgen Nüs­se den Kör­per mit Ei­weiß – mit Pro­te­inen, ei­nem der Grund­bau­stei­ne des Le­bens und Schlüs­sel für ei­ne ge­sun­de Er­näh­rung. Pro­te­ine und die Ami­no­säu­ren, aus de­nen sie be­ste­hen, sind un­er­läss­lich fü rde­na uf­bau der Zel­len in Mus­keln, Kno­chen, Ha utu nd Haa­ren, aber au ch f ür die Im­mun­ab­wehr und das Funk­tio­nie­ren des Ner­ven­sys­tems.

Sie spie­len so­gar ei­ne Rol­le bei der Ent­ste­hung v on S tres­ser­kran­kun­gen u ndb urn-out. De­pres­siv es tim­mun­gen wer­den oft durch ei­nen Man­gel an Trans­mit­ter­sub­stan­zen wie das Glücks­hor­mon Se­ro­to­nin oder das Schlaf­hor­mon Me­la­to­nin ver­ur­sacht. Wer ei­ne aus­rei­chen­de Men­ge an den rich­ti­gen Ami­no­säu­ren zu sich nimmt, kann al­so auch sei­ne psy­chi­sche Be­last­bar­keit be­deu­tend stei­gern.

Die wich­tigs­ten Lie­fe­ran­ten vo n Pr ot ein sind Fisch und Fleisch. Pflanz­li­ches Ei­weiß fin­det sich, ab­ge­se­hen von den er­wähnt en N üs­sen, vor al­lem in Hül­sen­früch­ten und Ge­trei­de. Wer viel Fleisch isst, nimmt aber un­wei­ger­lich auch viel tie­ri­sches Fett auf. Des­halb ist der 2500 Jah­re alt era t des chi­ne­si­schen

Phi­lo­so­phen Kon­fu­zi­us noch heut eg ül­tig: „Iss nur Fleisch von Tie­ren oh­ne Bei­ne oder mi tzw ei Beinen.“Ge­flü­gel und Fisch al­so – da­mit neh­men wir al­le Ami­no­säu­ren zu uns, oh­ne die schlech­ten Fet­te es­sen zu müs­sen.

Die Wissenschaft hat auch die Wirk­sam­keit ei­nes alt ene uro päi­schen Haus­mit­tels ein­drucks­vo ll be­stä­tigt: Ein gu­ter Tel­ler hei­ßer Hüh­ner­sup­pe stärkt das Im­mun­sys­tem, wirkt an­ti­vi­ral und kräf­tigt die Ner­ven. Ar­ge­nin u ndl ysin hei­ßen die Sub­stan­zen, die das Wun­der be­wir­ken. Da­mit die Sup­pe aber tat­säch­lich Er­käl­tun­gen, Grip­pe und an­de­re In­fek­tio­nen be­kämpft ,m uss sie min­des­tens zwei bis drei St­un­den lang kö­cheln, nu rso wer­den die Wirk­stof­fe frei­ge­setzt.

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