Es geht auch flüs­sig . . .

Klar, Was­ser und un­ge­süß­ter Tee sind die ab­su­lut ge­sün­des­ten Flüs­sig­keits­lie­fe­ran­ten. Aber auch ein Glas Rot­wein oder ein Pfiff Bier in mo­de­ra­ten Do­sen tut gut.

Iss Dich Jung! - - INHALT -

Was­ser und Tee be­le­ben den Kör­per, aber auch Bier und Wein sind in Ma­ßen ge­sund

der Arzt, Al­chi­mist und Phi­lo­soph Pa­ra­cel­sus präg­te den wei­sen Spruch: „Die Do­sis macht das Gift.“In be­son­de­rem Ma­ße gilt das für den ro­ten Wein. Zu viel da­von schä­digt – wie je­der Al­ko­hol – Le­ber und Ner­ven­sys­tem.

Aber in Ma­ßen ge­nos­sen, wird er zum An­ti-aging-eli­xier. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on emp­fiehlt, täg­lich Rot­wein zu trin­ken, aber nicht mehr als 1 bis 2 Ach­tel für Frau­en, ma­xi­mal 2 bis 3 für Män­ner. Und selbst­ver­ständ­lich gilt die Emp­feh­lung nur für ge­sun­de Men­schen. Wem der Arzt aus ir­gend­wel­chen Grün­den den Wein völ­lig ver­bo­ten hat, der muss sich un­be­dingt dar­an hal­ten. Sonst aber gilt der un­sterb­li­che Reim von Wil­helm Busch: „Rot­wein ist für al­te Kn­a­ben ei­ne von den bes­ten Ga­ben.“

Wer will, kann sei­ne Ta­ges­ra­ti­on auch es­sen, denn Rot­wein ist – et­wa für Coq au vin – ei­ne her­vor­ra­gen­de Zu­tat für Ra­gouts und Sau­cen. Aber was genau macht ihn denn so heil­kräf­tig? Es sind rund 130 ver­schie­de­ne In­halts­stof­fe, un­ter de­nen ne­ben Vit­ami­nen und Mi­ne­ra­li­en die Po­ly­phe­n­o­le gro­ße Be­deu­tung be­sit­zen, al­len vor­an das Res­vera­trol. Die Po­ly­phe­n­o­le­die­nen­der­pflan­ze­als­kampf­stoff­ge­gen Pil­ze, Vi­ren und Bak­te­ri­en und sit­zen in

den Scha­len der Trau­ben. Des­halb fin­det sich ih­re Wir­kung nur im Rot­wein, der an­ders als der Wei­ße lan­ge Zeit auf der Mai­sche (den aus­ge­press­ten Scha­len) steht, so­dass die­se Stof­fe ge­löst wer­den kön­nen.

Res­vera­trol kann durch sei­ne an­ti­oxi­da­ti­ve Wir­kung das Wachs­tum von Krebs­zel­len ver­lang­sa­men, es schützt die Ge­fä­ße, beugt Dia­be­tes vor, baut Fett ab, senkt den Cho­le­ste­rin­spie­gel so­wie das Ri­si­ko für Herz-kreis­lauf-er­kran­kun­gen.

Au­ßer­dem täuscht Res­vera­trol dem Kör­per ei­ne Ka­lo­ri­en­re­strik­ti­on vor, die Zel­len wer­den in ei­ne Art Win­ter­schlaf ver­setzt, und so ver­zö­gert sich das Al­tern. Aber selbst das nach dem Rein­heits­ge­bot ge­brau­te Bier, be­ste­hend aus Gers­te, Hop­fen, Malz und Was­ser, gilt als iso­to­ni­sches Ge­tränk. Und auch hier gilt wie­der: Mä­ßig ge­nos­sen – al­so für Frau­en ein Vier­tel Li­ter pro Tag, Män­ner dür­fen sich ein Krü­gerl gön­nen – lie­fert es durch­aus po­si­ti­ve Ef­fek­te für die Gesundheit:

Es stärkt das Im­mun­sys­tem. Das Ri­si­ko, an Typ-2-dia­be­tes oder Herz­in­farkt zu er­kran­ken, sinkt, das gu­te Cho­le­ste­rin steigt an. Die reich­lich ent­hal­te­nen Pflan­zen­hor­mo­ne schüt­zen die Kno­chen.

Ei­ne Un­ter­su­chung hat er­ge­ben, dass schon bei ei­nem mi­ni­ma­len Schluck von 15 Mil­li­li­tern (das ist so we­nig, dass man es nicht im Blut mes­sen kann und es auch noch kei­ne Wir­kung zeigt) im Ge­hirn Do­pa­min aus­ge­schüt­tet wird, was die Lau­ne ver­bes­sert. Das liegt aber al­lein an dem kör­per­ei­ge­nen Bo­ten­stoff, der schon dann ak­ti­viert wird, wenn der Ge­schmack von Bier ver­nom­men wird. Des­halb – oder ge­ra­de des­halb – kann auch al­ko­hol­frei­es Bier die Stim­mung be­flü­geln. Es ent­hält ja eben­falls al­le ge­sun­den Be­stand­tei­le, bie­tet sich al­so durch­aus als Al­ter­na­ti­ve an...

Wer lie­ber flüs­sig kei­ne Ka­lo­ri­en zu sich nimmt, hält sich an un­ge­süß­te Tees, egal, ob der hei­ße Auf­guss aus ge­trock­ne­ten Früch­ten, Kräu­tern oder Blät­tern be­steht. Die im Tee ent­hal­te­nen se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe wir­ken als An­ti­oxi­dan­ti­en, sie die­nen so­mit dem Schutz vor Krebs. Und als Vor­beu­gung von Ar­te­rio­skle­ro­se und Rheu­ma. Be­son­ders Grün­tee (ma­xi­mal 5 Tas­sen pro Tag) kann die Schlag­an­fall-quo­te um ein Drit­tel re­du­zie­ren, eben­so das Herz­in­farkt-ri­si­ko.

Ein wei­te­res Plus sind die Gerb­stof­fe, sie be­ru­hi­gen den Darm, sind schmerz­lin­dernd und an­ti­bak­te­ri­ell. Au­ßer­dem spie­len sie im Kampf ge­gen Ent­zün­dun­gen im Ner­ven­sys­tem ei­ne wich­ti­ge Rol­le.

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